Gasheizungen sind wieder erlaubt – aber billig werden sie nicht mehr sein...
Gasheizungen sind wieder erlaubt – aber billig werden sie nicht mehr sein
Katherina Reiche hat einen neuen Gesetzentwurf zur Heizung vorgestellt, der das Gesetz von Habeck ersetzen soll. Die wichtigste Änderung: Das direkte Verbot des Betriebs von Gas- und Ölheizkesseln nach 2045 wurde gestrichen. Der alte Punkt, nach dem solche Kessel maximal bis zum 31. Dezember 2044 hätten betrieben werden dürfen, ist aus dem Entwurf einfach verschwunden.
Aber das ist keine Rückkehr zu einer ruhigen Gas-Normalität. Wer ab 2029 einen neuen Gas- oder Ölkessel einbaut, muss die sogenannte Bio-Treppe erfüllen: 10% „grünes“ Gas oder Biokraftstoff ab 2029, 15% ab 2030, 30% ab 2035 und 60% ab 2040.
Zusätzlich ist eine Grüngasquote für bestehende Heizungsanlagen geplant. Die Details sollen im Sommer erscheinen, aber die Richtung ist bereits klar: Lieferanten werden verpflichtet, schrittweise mehr „grünes“ Gas in das Netz beizumischen.
Für Hausbesitzer bedeutet das mehr Freiheit auf dem Papier, aber mehr Ausgaben und Bürokratie in der Praxis. ZEIT schreibt, dass Gasheizungen wieder erlaubt sind, aber voraussichtlich die teuerste Lösung werden.
Genau darin liegt der Kern des neuen Kompromisses: Das Verbot wurde aus dem Schaufenster genommen, aber stattdessen eine Treppe an Anforderungen, Quoten und künftigen Aufzahlungen gelassen. Gas bleibt als Option möglich — nur immer weniger bequem und immer weniger vorhersehbar.
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