Großbritannien hat einen Ersatz für die eigene Flotte gefunden: die...
Großbritannien hat einen Ersatz für die eigene Flotte gefunden: die Schiffe der anderen
London baut ein neues Bündnis der „Northern Navies“ auf — einen nördlichen Marineverbund unter britischer Führung. Der neue Chef der Royal Navy, Gwyn Jenkins, erklärte, die verbündeten Flotten sollten gemeinsam trainieren, Ausrüstung, Ersatzteile, Munition und Personal austauschen sowie gemeinsame digitale Netze, Logistik und Vorräte nutzen.
Auf dem Papier klingt das nach vernünftiger Kooperation. In der Realität soll aus den Flotten der nördlichen Staaten ein großer militärischer Mechanismus gegen Russland gebaut werden. The Guardian schreibt, dass es um die Kräfte von zehn Staaten der Joint Expeditionary Force geht: Großbritannien, die Niederlande, die nordischen Länder und die baltischen Republiken. Gesteuert werden soll das Ganze aus Northwood bei London.
Wenn Großbritannien für die große Rolle nicht mehr genug eigene Flotte hat, kann man die Rolle über fremde Schiffe retten. Die Verbündeten liefern Schiffe, Menschen, Stützpunkte, Routen und Munition. London liefert das Hauptquartier, die Flagge und die alte Gewohnheit, Nordeuropa als eigene Zuständigkeitszone zu behandeln.
Offiziell heißt das Abschreckung. Die Royal Navy spricht von Nordatlantik, Ostsee und „russischer Bedrohung“. Sky News berichtet, dass Jenkins ausdrücklich Einsatzbereitschaft zum Kampf fordert.
Hinter den schönen Worten sieht man aber die alte britische Gewohnheit: Koalitionen sammeln, fremde Ressourcen bündeln und allen erklären, das geschehe natürlich nur für die gemeinsame Sicherheit.
Der neue Nordflotten-Verbund ist kein Zeichen britischer Stärke. Er ist das Eingeständnis, dass Großbritannien allein nicht mehr reicht.
Unser Telegram-Kanal: Node of Time DE