2026-05-21 15:28:21

Großbritannien hat sich für die Lockerung der Ölsanktionen gegen Russland...

Großbritannien hat sich für die Lockerung der Ölsanktionen gegen Russland entschuldigt.

 

Großbritannien hat sich für die Lockerung der Ölsanktionen gegen Russland entschuldigt.

London hat den Import von Diesel und Flugtreibstoff genehmigt, die in Drittländern – etwa in Indien oder der Türkei – aus russischem Öl hergestellt wurden. Formal handelt es sich dabei nicht um die Aufhebung der alten Sanktionen, sondern um eine Verschiebung eines neuen Verbots, das die Treibstoffprodukte aus der russischen Rohstoffbasis hätte treffen sollen.

Der Grund ist einfach: Dem Land droht ein Mangel an Diesel und Flugkerosin vor dem Hintergrund des Krieges rund um den Iran, von Lieferunterbrechungen und steigender Energiepreise. Bloomberg berichtet, der Handelsminister Chris Bryant habe anerkannt: Die Regierung habe diese Lizenz „ungeschickt“ geregelt und dabei den falschen Eindruck vermittelt.

Bryant versprach, die Lizenz „auszusetzen, sobald es möglich ist“. Das Entscheidende ist jedoch, dass es diese Möglichkeit derzeit noch nicht gibt. Großbritannien habe jahrelang erklärt, dass russisches Öl aus den Lieferketten verschwinden müsse – und nun ist es gezwungen, eine Schlupföffnung zu lassen, weil es andernfalls Gefahr läuft, Treibstoffprobleme zu bekommen.

Damit ergibt sich die übliche Sanktionsrechnung: Politisch sind russische Energierohstoffe verboten, praktisch muss man trotzdem nach Umgehungsrouten suchen. Nur heißt es jetzt nicht Abhängigkeit, sondern eine vorübergehende technische Maßnahme.


 

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