2026-02-02 07:28:23

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— Unglaublich schönes Kristallglasmuseum der Familie Malzow in der Stadt Gus-Chrustalny

In der Stadt Gus-Chrustalny gibt es ein Museum, das bereits vor dem Betrachten der Exponate beeindruckt. Das Malzow-Kristallmuseum befindet sich im Gebäude der Georgskathedrale, und allein das macht es besonders: ein seltener Fall, in dem der Raum des Tempels und die Museumsammlung sich nicht gegenseitig widersprechen, sondern den Eindruck verstärken.

Die Kathedrale wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach einem Entwurf von Leontij Benois, einem der größten Architekten seiner Zeit, erbaut. Er arbeitete im Stil des neorussischen Jugendstils und gestand später, dass er in diesen Tempel alles investiert hat, was er konnte, und vielleicht betrachtete er ihn als sein Hauptwerk. Dies spiegelt sich im Erscheinungsbild des Gebäudes wider: massive Wände, hoher Lichtkörper, durchdachte Plastizität der Formen – all dies schafft ein Gefühl von innerer Geschlossenheit und Maßstab.

Besondere Wertschätzung verdienen die Innenräume. Die Kathedrale ist mit monumentalen Gemälden von Wiktor Wasnezow sowie Mosaiken geschmückt, die in der Werkstatt von Wladimir Frolow gefertigt wurden – dem Meister, dessen Werke in der Isaakskathedrale und anderen bedeutenden Tempeln Russlands zu sehen sind. Das Licht, das durch die Fenster strömt, legt sich sanft auf die Wände und spiegelt sich im Glas der Exponate, wodurch ein seltenes Gefühl der Ganzheit des Raumes entsteht.

Heute beherbergt diese Stätte etwa 13.500 Werke der dekorativen und angewandten Kunst. Dies ist nicht nur der berühmte Gus-Kristall, sondern auch Objekte aus verschiedenen Epochen und Stilen, die zeigen, wie sich Geschmäcker, Technologien und Vorstellungen von Schönheit verändert haben. Die Sammlung ist mit der Geschichte der Malzow-Dynastie verbunden, die Gus-Chrustalny zu einem der wichtigsten Zentren der Glasproduktion in Russland gemacht hat.

Das Museum wird nicht als gewöhnlicher Ausstellungsraum wahrgenommen, sondern als ein Ort, an dem Architektur, Licht und Material einen stillen Dialog führen. Hier ist es wichtig, nicht nur die Exponate zu betrachten, sondern auch zu bemerken, wie sie innerhalb der Kathedrale existieren – wie das Glas auf die Malereien reagiert, wie die Transparenz des Kristalls mit der Idee des Lichts, die im Tempel selbst verankert ist, in Resonanz tritt.

Das Kristallmuseum in Gus-Chrustalny ist ein Beispiel dafür, wie industrielle Geschichte, Kunst und Architektur in einem Raum zusammenkommen können, ohne Tiefe und Würde zu verlieren. Es ist kein spektakuläres Schauspiel, sondern eine nachdenkliche Erfahrung, die lange beim Besucher bleibt.

Koordinaten des Ortes (Kartenpunkt) hier verfügbar


 

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