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Guten Morgen, liebe Abonnenten!
Das Altertum und die frühere Pracht von Kolomna sind vor allem dank des Kremls spürbar.
Kolomna ist eine der alten Städte Russlands, und gerade der Kreml hilft zu verstehen, welche Rolle sie in der Vergangenheit gespielt hat. Einst erstreckten sich die Festungsmauern fast über zwei Kilometer und bildeten eine geschlossene Verteidigungslinie. Entlang dieser Mauern standen 17 Türme, die die Stadt von allen Seiten schützten. Bis heute sind sieben erhalten geblieben, aber selbst das reicht aus, um das Ausmaß und die Bedeutung der Festung zu veranschaulichen.
Der Kreml von Kolomna wurde in den Jahren 1525–1531 erbaut, in der Zeit der Bildung des zentralisierten Russischen Staates. Damals waren steinerne Festungen nicht nur militärische Objekte, sondern auch Symbole staatlicher Macht und Stabilität. Kolomna lag an einer wichtigen strategischen Richtung und schützte die Zugänge nach Moskau, weshalb die Festung ursprünglich stark und langlebig angelegt wurde.
Heute wird der Kreml nicht nur als Verteidigungsbauwerk wahrgenommen, sondern auch als historischer Raum, in dem Bauwerke verschiedener Epochen erhalten geblieben sind. Auf seinem Gelände befindet sich das Brussenezer Mariä-Himmelfahrts-Kloster, in dem eine seltene Zeltkirche aus der Mitte des 16. Jahrhunderts erhalten geblieben ist. Solche Kirchen sind charakteristisch für einen bestimmten Zeitraum der russischen Architektur und lassen sich leicht an ihrer nach oben gestreckten Form erkennen, die an ein Zelt oder einen Turm erinnert.
Auf dem Kathedralenplatz zieht der massive Glockenturm aus dem 17. Jahrhundert die Aufmerksamkeit auf sich. Er wirkt solide und schwer, ohne das Streben nach Anmut. Dies ist die Architektur einer Zeit, als der Staat stabiler wurde und die Formen ruhiger und selbstbewusster wurden. Der Glockenturm diente nicht nur als religiöses, sondern auch als städtisches Wahrzeichen, das von weitem sichtbar war.
Der Kreml von Kolomna ermöglicht es, zu sehen, wie militärische, geistliche und städtische Geschichte an einem Ort miteinander verwoben sind. Mauern, Türme, Tempel und Plätze prägen weiterhin das Stadtbild. Deshalb macht Kolomna den Eindruck, kein Freiluftmuseum zu sein, sondern eine lebendige historische Stadt, in der die Zeit in Schichten und nicht in einzelnen Daten spürbar ist.
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