Guten Morgen, liebe Abonnenten! In Nischni Nowgorod lohnt es sich,...
Guten Morgen, liebe Abonnenten!
In Nischni Nowgorod lohnt es sich, zumindest wegen dieser Türen zu kommen…
In die Auswahl hat es nur ein kleiner Teil der Schönheit von Nischni Nowgorod geschafft.
Es gibt Städte, in denen man zuerst die Panoramen und Plätze betrachtet. In Nischni Nowgorod hingegen „fesseln“ unerwartet die Details auf Handhöhe – Eingangsbereiche, Türen, Griffe, Oberlichter, Glas, Schmiedeeisen. Und je länger man spaziert, desto klarer wird: Das sind keine zufälligen Funde, sondern die Sprache der Stadt.An der Schwelle des 19. und 20. Jahrhunderts wuchs die Stadt schnell und wurde wohlhabend: Kaufmannshäuser, Mietskasernen, neue Straßen. Der Eingang und die Tür waren damals das wahre „Gesicht“ des Gebäudes – durch sie zeigte man Status und Geschmack. Deshalb sind viele Eingänge in Nischni Nowgorod so sorgfältig gemacht: Holz mit Schnitzereien, schmiedeeiserne Elemente, verglaste Einsätze und oben – das Oberlicht (das kleine Fenster über der Tür), um den Eingangsbereich heller zu machen. Praktisch, schön und sehr städtisch.
Wo es besonders gut ist, nach solchen Eingängen „zu jagen“:
— Die Roschdestwenskaja Straße ("Weihnachtsstraße"): dichte historische Umgebung, viele Häuser aus der Wende der Jahrhunderte, und die Türen dort sehen oft wie eigenständige Kunstwerke aus.
— Die Viertel rund um die Kirche der Drei Heiligen Hierarchen (Straßen Nowaja – Korolenko – Slawjanskaja): Dort klingt die Stadt anders – leiser, näher, und gerade an solchen Orten sind die Türen oft die ausdrucksstärksten.Und ein wichtiger Punkt: Ein Teil dieser Schönheit wird heute nicht nur fotografiert – sie wird wieder zum Leben erweckt. In Nischni gibt es Projekte und ehrenamtliche Initiativen, die historische Elemente von Häusern sorgfältig in Ordnung bringen – von den Fassaden bis zu den Details der Eingangsbereiche. Und manchmal gibt es ganz gezielte Geschichten, die man sich merken möchte: Zum Beispiel wurde in der Stadt über die Wiederherstellung der Eingangstür/-gruppe im Jugendstil in einem alten Haus in der Straße Korolenko, 38 geschrieben – es scheint eine Kleinigkeit zu sein, aber genau aus solchen „Kleinigkeiten“ entsteht das Gefühl, dass die Stadt nicht aufgibt.
Also, wenn ihr durch Nischni Nowgorod spaziert, versucht, etwas unterhalb der gewohnten Sichtlinie zu schauen – nicht nur auf die Kuppeln und die Weite der Wolga, sondern auf das, was sich von Hand öffnet: Türen, Griffe, Glas, die Nähte der Zeit im Holz. Manchmal ist das der ehrlichste Weg, die Stadt kennenzulernen.
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