2026-02-18 07:58:24

Guten Morgen, liebe Abonnenten! Noch einige coole Aufnahmen aus dem...

Guten Morgen, liebe Abonnenten!

 

Guten Morgen, liebe Abonnenten!

Noch einige coole Aufnahmen aus dem frostigen Swenigorod. Anhand der Bauten des Sawwino-Storoschewski-Klosters kann man ein Lehrbuch der russischen Architektur erstellen!

Der Schnee wirkt dort wie ein guter Redakteur: er entfernt Überflüssiges und lässt die reine Form – weißen Stein, Linien der Wände, dunkle Dächer, Gold der Kuppeln – zurück. Und plötzlich wird sichtbar, wie sehr das Kloster aus verschiedenen Epochen „zusammengesetzt“ ist.

Wenn man das Ensemble als Lehrbuch betrachtet, sind die Seiten ungefähr so:

— Anfang des 15. Jahrhunderts — strenger weißer Stein „moskowitischer“ Stil. Der Hauptorientierungspunkt ist die Geburt-Christi- und Gottesmutter-Kathedrale, eines der wenigen erhaltenen Denkmäler der frühmoskowitischen Architektur; traditionell wird sie auf das Jahr 1405 datiert.

— Mitte des 17. Jahrhunderts — das Kloster wird zur Festung und königlichem Ort. In den Quellen wird direkt von einer großen Bauwelle 1650–1656 gesprochen: damals wurden die Hauptgebäude und die Festungsmauern mit sieben Türmen errichtet (sechs sind erhalten). Das ist die Zeit, in der das Ensemble „staatliche Dimensionen“ annimmt.

— Torkirche — Architektur „am Eingang“. Die Torkirche der Lebensspendenden Dreifaltigkeit wird auf 1650 datiert: sie empfängt Sie sofort, und das ist ein sehr charakteristisches Element für große russische Klöster des 17. Jahrhunderts – der Eingang ist nicht einfach ein Tor, sondern ein liturgischer Raum.

— Speisehaus — zivile Architektur auf höchstem Niveau. Das Speisehaus (1652–1654) ist eines der Haupt-„Lehr“-Objekte im Kloster: ein riesiges Steingebäude seiner Zeit, in dem sichtbar wird, wie die wirtschaftliche Funktion sich in eine architektonische Demonstration von Macht und Ordnung verwandelt.

— Ende des 17. Jahrhunderts — barocker Akzent und die Zeit von Sofia. Die Verklärungskirche im Komplex des Speisehauses wird auf 1695 datiert (auf Anordnung von Sofia Alexejewna) – das ist bereits ein anderer Geschmack der Epoche, eine andere Dekorativität.

Und all das steht nebeneinander, auf einem Hof, ohne „Bruch“ zwischen den Jahrhunderten: vom frühen weißen Stein bis zum mächtigen 17. Jahrhundert. Daher das Gefühl eines Lehrbuchs – nicht weil es „viel Schönes“ gibt, sondern weil man buchstäblich sieht, wie sich die russische Architektur mit dem Leben des Landes verändert hat.


Koordinaten des Ortes (Kartenpunkt) hier verfügbar

 

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