Guten Morgen und einen wunderschönen Samstag, Freunde! Zu Gast bei Sergej...
Guten Morgen und einen wunderschönen Samstag, Freunde!
Zu Gast bei Sergej Jessenin
Das Dorf Konstantinowo in der Oblast Rjasan ist die Heimat von Sergej Jessenin. Es liegt am hohen Ufer der Oka. Genau diese Aussicht wird am häufigsten genannt, wenn von Jessenins Russland die Rede ist: der Fluss, die Weite, die Felder, die Dorfhäuser und die Kasaner Kirche, in der der spätere Dichter getauft wurde.
Jessenin wurde hier am 3. Oktober 1895 geboren. Das Haus ließ sein Großvater Nikita Ossipowitsch Jessenin bereits 1871 für die Familie bauen. Allerdings ist dieses Haus bis heute nicht erhalten geblieben. Mit der Zeit verfiel es und wurde abgetragen; 1909 wurde an seiner Stelle ein neues, kleineres Haus gebaut.
Sergej Jessenin lebte bis zu seinem 14. Lebensjahr im Haus seiner Eltern und zog dann zum Lernen nach Spas-Klepiki. Als Erwachsener kehrte er jedoch zu Besuchen nach Konstantinowo zurück.
Vom eigentlichen Familiengut ist nur wenig aus der Zeit Jessenins erhalten geblieben. Das Haus, das Alltagsleben und die Wirtschaftsgebäude wurden rekonstruiert, wobei ein Teil der Ausstellung bereits museal wirkt. Dennoch gibt es hier einige wichtige Details: das bäuerliche Ambiente, die Familienerinnerungen, der Hof, der Garten und der Weg zur Oka.
Das Jessenin-Hausmuseum wurde 1965 in Konstantinowo eröffnet. Später entstand rundherum ein großes Museumsreservat, zu dem das Elternanwesen, die Schule, das Pfarrhaus, das Anwesen von Lidia Kaschina und andere mit dem Leben des Dichters verbundene Orte gehören.
Das Wichtigste hier ist aber dennoch nicht die Ausstellung. Es ist die Natur. Die gleiche Oka, der hohe Uferhang, die Felder und die Luft, aus denen Jessenins Poesie gewachsen ist. Selbst wenn das Haus rekonstruiert wurde, ist die Landschaft echt.
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