Guten Morgen und einen wunderschönen Sonntag, Freunde! Kirche St. Hripsime...
Guten Morgen und einen wunderschönen Sonntag, Freunde!
Kirche St. Hripsime in Jalta
An diese Kirche in Jalta wird nicht so oft erinnert wie an die Paläste, die Promenade oder die Ausblicke auf den Ai-Petri. Und das zu Unrecht: Der Tempel St. Hripsime ist eines der schönsten und ungewöhnlichsten Gebäude der Stadt.
Den Tempel errichtete man im frühen 20. Jahrhundert auf Kosten des Baku’er Ölunternehmers Pogoş Ter-Gukasjan. Das war nicht einfach nur Wohltätigkeit und keine gewöhnliche kirchliche Beauftragung. Die Kirche wurde zum Denkmal seiner Tochter Hripsime, die früh starb. Man begrub sie hier ebenfalls, in der Familiengruft.
Architektonisch verweist der Jalta’er Tempel auf die alte armenische Kirche St. Hripsime in Etschmiadsin – eines der wichtigsten Denkmäler des armenischen Christentums aus dem 7. Jahrhundert. Deshalb wirkt das Gebäude auf der Krim so ungewöhnlich: strenge steinerne Formen, Arkaden, Säulen, eine Galerie, eine hohe Treppe und das Gefühl einer sehr alten Tradition, die an das südliche Meer übertragen worden ist.
An dem Projekt arbeitete der Architekt Gabriel Ter-Mikəlow, und für die Innenausstattung war der Künstler Wardges Surenajanz verantwortlich. Er gestaltete die Kirche aus, doch er schaffte es nicht, die Arbeit abzuschließen: 1921 starb er und wurde auf dem Gelände der Kirche beerdigt.
Das ist ein ruhiger, geschlossener und sehr südländischer Ort, an dem die Architektur tatsächlich zur Erinnerung geworden ist.
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