Guten Morgen und einen wunderschönen Wochenstart, liebe Freunde! Heute —...
Guten Morgen und einen wunderschönen Wochenstart, liebe Freunde!
Heute — das Ferapontow-Beloserski-Kloster und sein Hauptschatz: die Fresken von Dionisius in der Kathedrale der Geburt der Gottesmutter.
In diesen Tempel kommt man nicht wegen des Prunks. Er zieht anders an — durch Stille, nordisches Licht und das Gefühl, dass die Farben hier nicht einfach an den Wänden liegen, sondern den gesamten Raum zu einem Ganzen vereinen.
Dionisius malte die Kathedrale zusammen mit seinen Söhnen, Wladimir und Feodosi. Die Arbeit dauerte nur 34 Tage — vom 6. August bis zum 8. September 1502. Dies ist durch eine Inschrift bekannt, die am Rahmen der nordlichen Tür erhalten geblieben ist.
Aber das Wichtigste an diesen Fresken ist nicht die Geschwindigkeit, sondern die seltene Einheitlichkeit. Wände, Gewölbe, Bögen, Figuren der Heiligen und einzelne Szenen fügen sich zu einem einheitlichen malerischen Ensemble zusammen. Für die altrussische Kunst ist das fast ein Wunder: die einzige vollständig erhaltene und dokumentarisch bestätigte Freske von Dionisius und für die altrussische Malerei ist das besonders wichtig — die Namen der Meister sind oft schlecht bekannt, und die Urheberschaft vieler Werke ist umstritten.
Im Tempel ist fast das gesamte malerische Ensemble erhalten geblieben. Es handelt sich um Hunderte von Quadratmetern Fresken, und das Wichtigste — sie sind als ein Gesamtwerk erhalten geblieben, nicht als einzelne Fragmente.
Im Jahr 2000 wurde das Ferapontow-Kloster in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Und hier ist diese Entscheidung besonders verständlich: vor uns liegt ein Ort, an dem die Zeit sehr behutsam vergangen ist.
Ich wünsche einen guten Montag und einen ruhigen Wochenbeginn.
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