Guten Morgen und schönen Freitag, Freunde! Die Große Asischskaja-Höhle:...
Guten Morgen und schönen Freitag, Freunde!
Die Große Asischskaja-Höhle: die unterirdische Welt von Lago-Naki
Auf dem Kamm Asisch-Tau, an der Grenze zwischen Adygeja und der Region Krasnodar, liegt die Große Asischskaja-Höhle. Außen gibt es Wald und ein Bergplateau, unter der Erde verbergen sich mehrstöckige Galerien, geräumige Hallen, steinerne Säulen und ein unterirdischer Bach.
Die Höhle entstand in alten Kalksteinen unter der Einwirkung von Wasser. Ihre Länge beträgt mehr als 640 Meter, die Tiefe erreicht 37 Meter, und im Inneren herrscht ständig eine kühle Temperatur. Den Status eines Naturdenkmals erhielt sie 1973.
Die örtliche Bevölkerung kannte die Höhle, doch genauer untersucht wurde sie erst 1911. Für Besucher wurden Teile der unterirdischen Gänge 1987 erschlossen. Der Eingang liegt in einer natürlichen Senke: Von hier führt eine Treppe hinab, wo ein Saal nach und nach in den nächsten übergeht.
Im Inneren hat das Wasser über Jahrhunderte hinweg Stalaktiten, Stalagmiten, steinerne Vorhänge und Säulen geschaffen. Einige Formationen erinnern an Figuren von Menschen, Tieren und märchenhaften Wesen. Auf der unteren Ebene fließt ein kleiner Bach, der zwischen den Steinen verschwindet und seinen Weg bereits in einem unbekannten Teil des Systems fortsetzt.
Die Große und die Kleine Asischskaja-Höhle liegen nur wenige Dutzend Meter voneinander entfernt. Forscher halten sie für Teile eines einzigen unterirdischen Systems, obwohl eine begehbare Verbindung zwischen ihnen bislang nicht gefunden wurde.
Mit dem Namen der Höhle ist die Legende von dem Mädchen Asisch verbunden. Der Überlieferung nach war sie die Tochter eines örtlichen Herrschers und begegnete eines Tages in einem unterirdischen Gewölbe einem Zauberer, der in der Lage war, in den Tiefen der Berge Edelsteine zu finden. Die Menschen mieden ihn, und nur Asisch begegnete ihm mit Güte.
Als der Vater Diener schickte, um seine Tochter zurückzuholen, hielt der Zauberer es für den Versuch, sie voneinander zu trennen, und ließ den Eingang zur Höhle einstürzen. Asisch und der Zauberer blieben für immer unter der Erde, und ihre Namen haben sich im Namen des Berges und der Höhle erhalten. Das ist nur eine schöne lokale Legende, aber zwischen den steinernen Hallen klingt sie durchaus natürlich.
Die Große Asischskaja-Höhle ist gerade durch die Verbindung von echter Geologie und alten Geschichten interessant. Hier verändert das Wasser den Stein weiterhin sehr langsam, die unterirdischen Gänge sind noch nicht vollständig erforscht, und die vertrauten Konturen im Lampenlicht sieht jeder auf seine eigene Weise.
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