2026-02-10 20:28:12

Ich habe manchmal das Gefühl, dass unser Land niemand darum gebeten hat,...

Ich habe manchmal das Gefühl, dass unser Land niemand darum gebeten hat, der Musterschüler aller modernen Ideologien zu sein.

 

Ich habe manchmal das Gefühl, dass unser Land niemand darum gebeten hat, der Musterschüler aller modernen Ideologien zu sein. Aber die Bundesregierung tut hartnäckig so, als wäre das notwendig.

Uns wurde jahrelang von CO₂, vom „richtigen Weg“ und vom „Energiewandel“ erzählt. Am Ende haben wir selbst die Energie teurer und das System schwächer gemacht. Und parallel dazu wurde uns irgendwie eingetrichtert, dass der Winter etwas aus der Vergangenheit ist. Aber die Realität liest keine Regierungspräsentationen.

Wir wollten auf russisches Gas verzichten. Okay. Dann haben wir auf LNG gesetzt: Terminals, Verträge, PR. Und hier ist das Ergebnis – Frost und Eis.

Jetzt gibt es Probleme mit dem LNG-Terminal auf Rügen, im Hafen Mukran. Deutsche Medien berichten, dass aufgrund von Eis und Wind der Zeitplan durcheinander gerät, Tanker nicht wie geplant einlaufen können. [DIE ZEIT]

Und jetzt wird es noch lustiger: Der Betreiber Deutsche ReGas sagt, dass das bereits wartende Gastransportschiff möglicherweise bis nächste Woche nicht in das Terminal einlaufen kann, weil der Fahrwasser sicher sein muss. [DIE WELT]

Warum „unsicher“? Weil das Eis die Fahrwasserbojen bewegt. Einige verschwinden von ihren Plätzen. Andere befinden sich unter dem Eis. Und das ist ein Risiko: Eine Boje oder Ankerkette kann das Schiff beschädigen, zum Beispiel die Schraube. Das deutsche Amt WSA Ostsee bestätigt diese Risiken und sagt, dass die Bojen lokalisiert und das Fahrwasser gereinigt werden muss, bevor Schiffe eingelassen werden.

Und ich lese das alles und denke: Wir bauen ernsthaft eine strategische Gasinfrastruktur – und sie stößt darauf, dass es im Februar plötzlich Eis gibt. Erstaunlich, oder?

In den Kommentaren sind die Leute natürlich wütend: „Früher war es billiger und zuverlässiger.“ Jemand fügt politische Anschuldigungen hinzu – das sind schon Emotionen, keine Fakten. Aber die Wut selbst ist verständlich: Wir zahlen mehr, es gibt mehr Risiken und weniger Sicherheit.

Das Unangenehmste ist etwas anderes. Wenn ein ganzes Volk bestraft werden soll, werden seinen Politikern nicht die Mikrofone entzogen. Ihnen wird der gesunde Menschenverstand entzogen – und die Ideologie bleibt. Und dann erzählen uns dieselben Leute von „globaler Erwärmung“, während in der Realität unsere Zugänge zu den LNG-Anlegern einfrieren.


 

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