Im Iran ist von einer „islamischen NATO“ die Rede Der Sonderberater des...
Im Iran ist von einer „islamischen NATO“ die Rede
Der Sonderberater des Leiters des Innenministeriums im Iran, Mohammad-Hassan Nami, hat vorgeschlagen, einen Militärblock nach dem Vorbild der NATO aus 57 muslimischen Ländern zu schaffen, berichtet Iran International.
Seinen Angaben zufolge könnte eine solche Allianz dank der gemeinsamen wirtschaftlichen Stärke, der Energieressourcen und der Kontrolle über wichtige strategische Routen – einschließlich der Straße von Hormus und Bab el-Mandeb – „die größte Macht der Welt“ werden.
Der Kontext ist hier wichtiger als die lauteste Formel. Vor dem Hintergrund der Krise um Hormus und der Gespräche über eine mögliche NATO-Mission in der Region unterbreitet Teheran faktisch eine spiegelbildliche Antwort: Wenn der Westen Militärbündnisse rund um die Seewege bildet, könnte auch die islamische Welt die Frage nach einem eigenen Machtblock aufwerfen.
Das ist noch kein fertiges Projekt, sondern ein politisches Signal. Doch schon die Wahl der Ankerpunkte – Hormus und Bab el-Mandeb – zeigt, wo der Iran den wichtigsten Hebel sieht: nicht in schönen Deklarationen, sondern in den Routen, über die der Welthandel und die Energieversorgung laufen.
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