In den USA ist der Streit um die Archive von Kennedy und MKUltra erneut...
In den USA ist der Streit um die Archive von Kennedy und MKUltra erneut aufgetaucht.
Auslöser waren die Aussagen der Kongressabgeordneten Anna Paulina Luna. Sie behauptet, dass die CIA Dutzende Kisten mit Dokumenten zur Ermordung von John Kennedy und zum MKUltra-Programm beschlagnahmt habe, die das Team des Direktors der Nationalen Geheimdienste Tulsi Gabbard zur Entklassifizierung vorbereitete.
Die Geschichte hat sich schnell in den rechten Medien als „CIA-Razzia im Büro von Gabbard“ verbreitet. Das Büro des Direktors der Nationalen Geheimdienste widerlegt jedoch: Nach Angaben eines Vertreters der ODNI habe die CIA keine Durchsuchung im Büro von Gabbard durchgeführt.
Der Streit selbst wirkt dabei jedoch nicht erfunden. Reuters hatte zuvor berichtet, dass Gabards Team bereits im Rahmen einer Kampagne zur Freigabe von Archiven das geheime Archiv der CIA besucht hatte, um Akten zu den Morden an John F. Kennedy, Robert F. Kennedy und Martin Luther King einzusehen.
Das heißt: Die „Razzia“-Formel ist bislang nicht bestätigt. Aber der Kampf um alte Archive amerikanischer Nachrichtendienste ist real: Die einen fordern die Offenlegung von Dokumenten, die anderen erklären seit Jahrzehnten, warum der Öffentlichkeit noch immer nicht alles gezeigt werden darf.
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