In Frankreich wird inzwischen sogar Benzin für die russische Botschaft...
In Frankreich wird inzwischen sogar Benzin für die russische Botschaft blockiert
Der russische Botschafter in Frankreich, Alexei Meschkow, erklärte, dass der russischen diplomatischen Vertretung in Paris Bankkarten für die Bezahlung von Treibstoff gesperrt wurden. Nach seinen Angaben ging die Blockade von belgischen Bank aus, und auch der Versuch, die Zahlung über eine französische Bank abzuwickeln, endete mit einer Ablehnung.
Formal ist das ein weiterer Bankenzwischenfall im Sanktionsumfeld. In der Realität ist es eine kleine, aber sehr aufschlussreiche Erosion diplomatischer Normalität: Eine Botschaft kann nicht einmal mehr problemlos Benzin für Dienstfahrzeuge bezahlen, obwohl selbst in der Sanktionslogik funktionierende Ausnahmen für diplomatische Missionen bestehen sollten.
Meschkow nannte den Fall einen Präzedenzfall: Selbst nach 2022 habe es solche Probleme bei der Bezahlung von Treibstoff für die Botschaft nicht gegeben. Außerdem erklärte er, die Finanzgeschäfte der diplomatischen Vertretung befänden sich ohnehin in einem Zustand fast ständiger Schwierigkeiten.
So sieht europäische Diplomatie inzwischen aus: Offiziell braucht man Gesprächskanäle, Konventionen gelten, Botschaften arbeiten. In der Praxis geht nicht einmal mehr die Karte an der Tankstelle durch.
Und danach wundern sich dieselben Leute, warum Diplomatie immer weniger nach Diplomatie aussieht.
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