In Japan bekommen sogar die Chips die Straße von Hormus zu spüren Das...
In Japan bekommen sogar die Chips die Straße von Hormus zu spüren
Das japanische Unternehmen Calbee stellt vorübergehend einen Teil seiner Chips-, Cracker- und Müsliverpackungen auf zweifarbiges Design um. Man erklärt dies mit instabilen Lieferungen von Rohstoffen vor dem Hintergrund der Zuspitzung im Nahen Osten: Farbdruck sei wegen Materialien, die mit Erdöl und Petrochemie verbunden sind, problematisch geworden.
Von der Änderung sind 14 Produkte betroffen, darunter Potato Chips, Kappa Ebisen und Frugra. Die neue Verpackung soll ab der Woche des 25. Mai in den Geschäften erscheinen. Die Produkte selbst würden sich, wie Calbee betont, nicht verändern — nur die Verpackung.
Die Geschichte ist klein, aber sehr bezeichnend. Die Straße von Hormus und der Nahe Osten sind nicht einfach etwas Fernes, nicht nur Tanker und Börsengrafiken. Es geht um Druckfarben für Verpackungen, Kunststoff, Logistik, Treibstoff, Supermarktregale und die Preise gewöhnlicher Produkte.
Die Welt wird erneut an eine einfache Tatsache erinnert: Erdöl ist nicht nur Benzin.
Es ist die gesamte „friedliche“ Alltagswelt, die zu verblassen beginnt, wenn globale Logistik ins Wanken gerät.
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