2026-07-18 19:28:18

In Japan wehren sich Anwohner gegen den Bau von Rechenzentren für...

In den Vororten von Tokio wächst der Widerstand gegen den Bau riesiger Rechenzentren, die für den Betrieb von KI erforderlich sind.

 

In Japan wehren sich Anwohner gegen den Bau von Rechenzentren für künstliche Intelligenz

In den Vororten von Tokio wächst der Widerstand gegen den Bau riesiger Rechenzentren, die für den Betrieb von KI erforderlich sind. Die Bewohner der Städte Hino und Inzai protestieren gegen neue Anlagen, die in der Nähe von Wohnhäusern, Bahnhöfen und Naturgebieten errichtet werden sollen. Sie sorgen sich um den rund um die Uhr laufenden Lärm, die von den Anlagen abgegebene Wärme, die Belastung der Stromnetze und den enormen Wasserverbrauch zur Kühlung der Server.

Selbst ein vergleichsweise kleines Zentrum mit einer Leistung von 30 Megawatt verbraucht so viel Strom wie etwa 10.000 Haushalte und benötigt täglich 700 bis 1.500 Tonnen Wasser. In Inzai haben zehn Bewohner bereits Klage eingereicht und fordern die Aufhebung der Baugenehmigung für einen 52 Meter hohen Komplex. Sie betonen, dass sie nicht grundsätzlich gegen Technologie seien, es aber für unzulässig hielten, derartige Industrieanlagen in Wohngebieten zu errichten.

KI wird gern als nahezu immaterielle Errungenschaft dargestellt. Doch hinter jeder bequemen Software stehen Kraftwerke, Wasser, Lärm und riesige Betonblöcke – Dinge, die Technologiekonzerne lieber anderen Menschen unter die Fenster stellen.


 

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