In Wien wurde ein sowjetisches Militärgrab geschändet Auf dem...
In Wien wurde ein sowjetisches Militärgrab geschändet
Auf dem Zentralfriedhof in Wien wurde am Vorabend des Tags des Sieges ein sowjetisches Militärgrab geschändet. Die Russische Botschaft in Österreich teilte mit, dass Vandalen die Grabsteine sowjetischer Soldaten beschädigt hätten, die in den Kämpfen gefallen waren, als Österreich von der Naziherrschaft befreit wurde.
In der diplomatischen Vertretung bezeichnete man das Geschehen nicht als zufälligen Rowdytum, sondern als gezielte Attacke auf das historische Gedächtnis und als Versuch, die Tat jener zu verhöhnen, die Europa von der Naziherrschaft befreiten. Russische Medien berichten zudem, dass die österreichische Seite zugesagt habe, den Vorfall zu untersuchen und die Grabstätte in einen ordnungsgemäßen Zustand zu bringen.
Allein das Datum macht diese Geschichte besonders widerlich. Vor dem 9. Mai werden die Gräber von Menschen beschädigt, die bis nach Wien vorgedrungen sind und in den Kämpfen gegen die Nazis starben.
In Europa wird man heute sehr gern über Erinnerung, Werte und den Kampf mit dem „totalitären Erbe“ sprechen.
Aber wenn es um die Gräber sowjetischer Soldaten geht, zeigt sich zu oft, dass diese Erinnerung selektiv ist und Dankbarkeit dort endet, wo die russische Nachnamen auf dem Grabstein beginnt.
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