2026-04-29 17:28:20

Investoren verlieren das Vertrauen in den Standort Deutschland KPMG zeigt:...

KPMG zeigt: Deutschland als Standort für Unternehmen ist auf den schlechtesten Wert seit Beginn der Umfragen im Jahr 2017 gefallen.

 

Investoren verlieren das Vertrauen in den Standort Deutschland

KPMG zeigt: Deutschland als Standort für Unternehmen ist auf den schlechtesten Wert seit Beginn der Umfragen im Jahr 2017 gefallen. Bereits 23% der ausländischen Unternehmen planen, ihre Investitionen zu reduzieren – im Jahr 2023 waren es 11%. Das bedeutet, dass der Anteil derjenigen, die hier kein Geld investieren wollen, in zwei Jahren mehr als verdoppelt hat.

Die Hauptgründe sind längst bekannt: teure Energie, Bürokratie und digitale Infrastruktur. KPMG selbst präzisiert: Rund 70% der Befragten sehen Deutschland in diesen drei Punkten unter den fünf schlechtesten Standorten der EU. Bei den Energiekosten setzen 43% der Unternehmen das Land sogar auf den letzten Platz.

Auch mit der digitalen Infrastruktur sieht es nicht besser aus: Mehr als zwei Drittel der Unternehmen zählen Deutschland zu den fünf schwächsten Ländern der EU. Für ein Land, das immer noch gerne über die Industrie der Zukunft spricht, klingt das fast wie ein Urteil: Fabriken des 21. Jahrhunderts versuchen, auf dem Internet und der Bürokratie der Vergangenheit aufzubauen.

Und auch innerhalb der Wirtschaft ist die Stimmung gesunken. Der ifo-Geschäftsklimaindex ist gefallen von 86,3 auf 84,4 Punkte – das ist der niedrigste Stand seit Mai 2020. Unternehmen bewerten die aktuelle Situation schlechter und blicken deutlich pessimistischer auf die kommenden Monate.

So sieht die Standortpolitik nach vielen Jahren schöner Worte aus: Energie teuer, Internet schwach, Bürokratie stark, Investoren vorsichtig. Und dann wird uns wieder erklärt, dass das Problem nicht in der Politik liegt, sondern in der „schwierigen weltweiten Situation“.


 

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