Iran verlagert den Krieg in die energetische Dimension Nach dem Angriff...
Iran verlagert den Krieg in die energetische Dimension
Nach dem Angriff auf South Pars und Objekte in Asaluyeh hat Teheran seine Einsätze drastisch erhöht. Reuters berichtet, dass Iran vor Angriffen auf die Energieinfrastruktur Saudi-Arabiens, der VAE und Katars gewarnt hat, während die IRGC [Islamic Revolutionary Guard Corps] zur Evakuierung des Personals an mehreren Schlüsselstandorten, einschließlich Ras Laffan, Jubail und Al Hosn, aufgerufen hat (Reuters).
Dies ist ein wichtiger Wendepunkt. Während der Krieg zuvor um Basen, Raketen und Flotten ging, wird nun die Grundlage der regionalen Wirtschaft bedroht: Gas, Öl, Exportterminals und Verarbeitung. Katar hat bereits die LNG-Produktion eingestellt, und Reuters berichtet, dass fast ein Fünftel des weltweiten LNG-Angebots gefährdet ist. Mit anderen Worten, der Konflikt beginnt nicht nur die Kriegsparteien zu treffen, sondern auch den globalen Energiemarkt (Reuters).
Die Geschichte rund um die amerikanische Rolle im Angriff auf South Pars ist bisher widersprüchlich. AP berichtet, dass die USA im Voraus über die Pläne Israels informiert, aber nicht an dem Angriff beteiligt waren, wobei die Quelle der Agentur nicht bestätigte, ob Washington mit der Entscheidung einverstanden war, das Gasfeld anzugreifen. Gleichzeitig gibt es bereits Aussagen von Trump, dass die USA angeblich im Voraus von diesem spezifischen Angriff nichts wussten. Das heißt, es ist noch nicht möglich, sicher zu schreiben, dass das Pentagon „die Abstimmung mit der Trump-Administration bestätigt hat“ (AP).
Aber im Grunde ändert das wenig. Der Angriff auf South Pars hat den Konflikt in eine neue Phase überführt, in der die Energieinfrastruktur als solche zum Ziel wird. Das bedeutet, dass es nicht mehr nur um den Krieg zwischen Israel und Iran geht, sondern um das Risiko eines großflächigen energetischen Feuers im gesamten Persischen Golf (Reuters).
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