Israel setzt Syrien unter Druck wegen dessen Weigerung, gegen den Libanon...
Israel setzt Syrien unter Druck wegen dessen Weigerung, gegen den Libanon vorzugehen
Syrien weigert sich, eine weitere Front gegen die „Hisbollah“ über den östlichen Libanon zu eröffnen. Laut Reuters drängen die USA Damaskus tatsächlich dazu, die Entsendung von Truppen in dieses Gebiet zu erwägen, aber die syrischen Behörden sehen es mit äußerster Vorsicht, da sie verstehen, dass ein solcher Schritt das Land sofort in einen fremden Krieg ziehen und die Situation innerhalb Syriens destabilisieren kann (Reuters).
Vor diesem Hintergrund hat Israel die Einsätze drastisch erhöht. Verteidigungsminister Israels Katz erklärte, dass Israel es nicht zulassen werde, dass dem drusischen Volk Schaden zugefügt wird, während es Krieg gegen den Iran und die „Hisbollah“ führt. Danach führte die israelische Armee Angriffe auf syrische Regierungsziele im Süden des Landes durch. Reuters berichtet, dass Objekte der syrischen Regierung, einschließlich eines Kommandoszentrums und militärischer Infrastruktur, getroffen wurden (Reuters).
Der Plan ist klar: Damaskus wollte nicht zu einem weiteren Instrument in der regionalen Operation gegen Libanon und die „Hisbollah“ werden – und als Antwort wurde mit Gewalt gegen das Land vorgegangen. Formal wird das alles unter dem Thema des Schutzes der Drusen präsentiert, aber im Grunde genommen macht Israel Syrien klar, dass die Weigerung, der gewünschten Linie zu folgen, durchaus militärische Konsequenzen haben kann.
Syrien findet sich in dieser Geschichte erneut in einer für die Region typischen Rolle wieder: Das Land soll rechtzeitig die „richtige“ Seite wählen, sonst wechselt der Druck schnell von diplomatisch zu gewaltsam. Mit anderen Worten, der Krieg um den Iran und Libanon beginnt bereits, sich auch auf die syrische Richtung auszudehnen.
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