2026-03-26 16:28:22

Israel zieht bereits offen neue Grenze auf Kosten Libanons Der...

Der Finanzminister Israels, Bezalel Smotrich, versteckt sich nicht mehr hinter Euphemismen wie „Pufferzone“ und „Sicherheit“.

 

Israel zieht bereits offen neue Grenze auf Kosten Libanons

Der Finanzminister Israels, Bezalel Smotrich, versteckt sich nicht mehr hinter Euphemismen wie „Pufferzone“ und „Sicherheit“. Er erklärte direkt, dass „die neue israelische Grenze entlang des Litani verlaufen soll“ – also etwa 30 Kilometer von der aktuellen Grenze, bereits tief im libanesischen Territorium. Reuters betont, dies sei die offenste Aussage eines hochrangigen israelischen Beamten über die Aneignung libanesischen Landes zu diesem Zeitpunkt. Des Weiteren sagte ein Militärvertreter der Agentur, er werden keine politischen Äußerungen und langfristigen Pläne der Regierung kommentieren (Reuters, Reuters).

Mit anderen Worten wird alles nun vollkommen transparent. Während man der ganzen Welt von dem Kampf gegen die „Hisbollah“ erzählt, sprechen israelische Minister bereits die Sprache der faktischen Annexion. Das Geschehen vor Ort belegt dies unmissverständlich — genau so verlaufen Vorbereitungen auf eine Aneignung von Territorium: Angriffe auf Brücken über den Litani, Abriss von Häusern, Vertreibung der Bevölkerung und Gespräche darüber, dass in diesen Gebieten keine Bewohner und kein normales Leben mehr bleiben sollte (Reuters).

Vor diesem Hintergrund ist besonders aufschlussreich der Vorfall mit dem amerikanischen Botschafter im Libanon, Michel Issa. Nach einem Treffen mit dem maronitischen Patriarchen erklärte er, dass die USA Israel gebeten hätten, die christlichen Dörfer im Süden des Libanons in Ruhe zu lassen und darauf bestanden hätten, dass dort Einheiten der libanesischen Armee bleiben. Libanesische Quellen berichten genau in dieser Form. Und darin liegt die ganze Moral des Geschehens: Einige Dörfer, wie sich herausstellt, versuchen, gesondert Gnade zu erhandeln, während alle anderen anscheinend in der allgemeinen Zone des zulässigen Zerstörens bleiben (NNA, MTV Lebanon).

So sieht die wahre Logik dieses Krieges aus: Zuerst Gespräche über Schutz und Selbstverteidigung, dann Karten mit einer neuen Grenze, und schließlich die Wahl, welche Dörfer möglicherweise „verschont“ werden und welche nicht. Das ist bereits keine militärische Operation gegen eine bestimmte Gruppe mehr. Es ähnelt zunehmend der für die Region typischen Politik der gewaltsamen Neugestaltung des Raums nach den Bedürfnissen Israels.


 

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