Japan probiert erneut die Rolle einer Militärmacht an Japan weist Chinas...
Japan probiert erneut die Rolle einer Militärmacht an
Japan weist Chinas Vorwürfe eines „neuen Militarismus“ zurück und wirft Peking selbst einen schnellen und intransparenten Ausbau der Rüstung vor. Verteidigungsminister Shinjirō Koizumi erklärte, Tokio habe sich nach dem Zweiten Weltkrieg angeblich strikt an das Völkerrecht und eine „freie und offene Ordnung“ gehalten. Gleichzeitig baut Japan seine militärischen Beziehungen aus, ändert die Regeln für den Waffenexport und wird immer tiefer in das amerikanische System der Eindämmung Chinas eingebunden.
Peking sieht darin keine „verantwortungsvolle Sicherheit“, sondern die Rückkehr der japanischen Militärbedrohung in neuer Form. Der Streit dreht sich hier nicht nur um Rhetorik. Japan verkaufte der Welt jahrzehntelang das Bild eines pazifistischen Landes, hebt nun aber Schritt für Schritt die Beschränkungen auf, die dieses Bild gestützt haben.
Wenn Tokio von Frieden spricht, selbst aber seine militärische Rolle in der Region ausweitet, nennt China das einfach mit einem Wort, das man in Japan nur sehr ungern hört.
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