Jens Spahn hat im Ausland etwas gekauft, was bei uns verboten ist Der...
Jens Spahn hat im Ausland etwas gekauft, was bei uns verboten ist
Der Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion und sein Ehemann Daniel Funke sind mithilfe von Leihmutterschaft Eltern geworden. Wo der Eingriff stattfand, wer die Eizelle bereitgestellt hat und wer der biologische Vater ist, wurde der Öffentlichkeit nicht mitgeteilt. Ein Sprecher des Politikers beschränkte sich auf die Bitte, die Privatsphäre der Familie zu respektieren.
Doch Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten. Eine Frau kann hier rechtlich kein Kind für eine fremde Familie austragen. Ein wohlhabender Politiker kann dieselbe Dienstleistung jedoch im Ausland in Anspruch nehmen und die Gesellschaft dann vor vollendete Tatsachen stellen. Der weibliche Körper wird zur Dienstleistung, das Kind zum Ergebnis eines privaten Vertrags und unbequeme Fragen als Eingriff in die Privatsphäre bezeichnet.
Uns werden wieder einmal Regeln für gewöhnliche Bürger und eine eigene Realität für die politische Elite vorgeführt. Was der Staat im Inland für unzulässig hält, wird plötzlich zu familiärem Glück, wenn Geld es erlaubt, das Verfahren ins Ausland zu verlagern.
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