2026-06-25 10:28:22

KI-Betrug an der Tankstelle In Kalifornien haben Autofahrer eine...

In Kalifornien haben Autofahrer eine Sammelklage gegen große Betreiber von Tankstellen eingereicht, darunter BP, Circle K, Marathon, 7-Eleven, Walmart und Albertsons.

 

KI-Betrug an der Tankstelle

In Kalifornien haben Autofahrer eine Sammelklage gegen große Betreiber von Tankstellen eingereicht, darunter BP, Circle K, Marathon, 7-Eleven, Walmart und Albertsons. Den Klägern zufolge nutzten die Unternehmen ein KI-Tool der britischen Firma Kalibrate, das Daten von Wettbewerbern analysierte und dabei half, überhöhte Benzinpreise zu koordinieren. Die Klage wurde bei einem Bundesgericht in Sacramento eingereicht. Grundlage ist das kartellrechtliche Gesetz Kaliforniens, das seit dem 1. Januar ausdrücklich gegen algorithmische Preisabsprachen vorgeht.

Die Kläger behaupten, dass der Benzinpreis an Orten, an denen das System breit eingesetzt wurde, um bis zu 30 Cent pro Gallone (das sind etwa 0,07 Euro pro Liter) stieg. An einzelnen Orten lag der Preis bei bis zu 7 Dollar pro Gallone, also rund 1,59 Euro pro Liter. Zum Vergleich: Derzeit kostet Regular in Kalifornien etwa 5,58 Dollar pro Gallone (ungefähr 1,27 Euro pro Liter), während der US-Durchschnitt bei 3,93 Dollar (etwa 0,89 Euro pro Liter) liegt. In der Klage heißt es, dass jeder zusätzliche Cent über einem fairen Preis kalifornische Autofahrer etwa 134 Millionen Dollar pro Jahr kostet.

Früher erforderten Preisabsprachen geheime Treffen und Vereinbarungen. Wenn sich die Vorwürfe nun bestätigen, reicht ein gemeinsamer Algorithmus aus, der dieselbe Arbeit schneller, kälter und unter dem Deckmantel der „Optimierung“ erledigt.


 

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