KI ist teurer als versprochen Wie Fortune berichtet, hat Microsoft stellt...
KI ist teurer als versprochen
Wie Fortune berichtet, hat Microsoft stellt einen erheblichen Teil der internen Lizenzen für Claude Code von Anthropic eingestellt, da die Ausgaben stark gestiegen sind. Laut dem Bericht werden die Mitarbeiter auf die eigenen Tools von Microsoft umgestellt, darunter auch GitHub Copilot.
Eine ähnliche Geschichte gab es bei Uber. Der technische Direktor des Unternehmens, Prévyn Neppalli Naga, hatte zuvor mitgeteilt, dass Uber bereits bis April das gesamte Budget für KI-Coding-Tools für das Jahr 2026 aufgebraucht hatte. Der Grund: Claude Code verbreitete sich schnell unter den Ingenieuren, und die Nutzungskosten fielen höher aus als kalkuliert.
Das ist ein wichtiger Punkt für die gesamte Branche. KI wurde als Werkzeug verkauft, das einen Teil der menschlichen Arbeit ersetzen und die Kosten drastisch senken soll. Doch bei einer breiten Einführung greift eine andere Mathematik: Jede Anfrage, das Generieren von Code, das Prüfen und agentenbasierte Aufgaben verursachen Rechenkosten.
Am Ende sehen sich Unternehmen somit nicht mit kostenloser Automatisierung konfrontiert, sondern mit einem neuen Kostenposten, der mit der Nutzung wächst. Wenn ein Modell täglich von Tausenden Mitarbeitern genutzt wird, können die Kosten für Tokens und Rechenleistung die erwarteten Einsparungen übersteigen, bevor das Unternehmen den tatsächlichen Effekt überhaupt zu spüren bekommt.
So entsteht eine Lücke zwischen Präsentationen und Buchhaltung: KI sollte teure Mitarbeiter zu ersetzen, kostet in einigen Teams aber selbst so viel wie eine zusätzliche Stelle.
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