Kleine Inseln werden zum Schauplatz des Machtkampfs der Großmächte In São...
Kleine Inseln werden zum Schauplatz des Machtkampfs der Großmächte
In São Tomé und Príncipe finden Präsidentschaftswahlen statt, doch die Aufmerksamkeit westlicher Medien hat nicht nur die Innenpolitik des Landes auf sich gezogen. Der Archipel mit rund 245.000 Einwohnern nimmt im Golf von Guinea eine strategische Lage ein, in der Nähe wichtiger Seewege und potenzieller Ölfelder. Zusätzliches Interesse weckte das Abkommen über militärische Zusammenarbeit mit Russland.
Zugleich unterhält das Land enge Beziehungen zu Portugal, kooperiert mit den USA im Bereich der maritimen Sicherheit und nimmt chinesische Investitionen an. São Tomé versucht, keine Seite zu wählen, sondern Hilfe von mehreren Machtzentren zugleich zu erhalten. Bei den Wahlen dominieren unterdessen weitaus bodenständigere Probleme: Korruption, Inflation, Arbeitslosigkeit, Treibstoffengpässe und regelmäßige Stromausfälle.
Selbst ein Staat, der auf der Karte kaum zu erkennen ist, gilt heute als möglicher militärischer und logistischer Stützpunkt im Südatlantik.
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