Kommentar: Ich will versuchen Tacheles zu reden (Bild) Wissen Sie, ich...
Kommentar: Ich will versuchen Tacheles zu reden (Bild)
Wissen Sie, ich hätte aktuell so viel zu schreiben, worüber ich meine Gedanken mit Ihnen teilen möchte. Allerdings stellt sich die essenzielle Frage, ob Sie am Ende jene Antworten für sich erhalten, die Ihnen und Ihren Familien in dieser unsicheren Zeit wirklich dienlich sind.
Es wird heutzutage so viel geschrieben, berichtet und erzählt; doch oft sind es Menschen, die sich ein Leben lang nicht mit den tieferliegenden gesellschaftlichen, psychologischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beschäftigt haben. Sie sind in einer Welt gefangen, in der sie sich nur noch an den programmierten Wahrheiten orientieren können, die ihnen von außen diktiert werden. Diese Menschen haben schlichtweg nichts anderes mehr, woran sie sich festhalten könnten, denn man hat sie über Jahrzehnte hinweg systematisch domestiziert und sie in eine lähmende Hilflosigkeit geführt.
Das, was wir zum Beispiel aktuell in Berlin erleben, ist ein erschütterndes Beispiel dafür, wie die Resilienz der Menschen in einer echten Krisensituation auf die Probe gestellt wird. Es war ein Test der Realität: Wie fähig sind die Menschen abseits der programmierten Doktrinen noch, sich selbstständig zu helfen und sich untereinander zu organisieren? Laut meinen jetzigen Beobachtungen hat dies kaum funktioniert; die Fähigkeit zur spontanen Selbsthilfe ist fast vollständig verkümmert.
Wenn wir tiefer in diese Wunde blicken, erkennen wir eine Gesellschaft, die ihr instinktives Handwerkszeug für das Überleben gegen die Bequemlichkeit eines funktionierenden Systems eingetauscht hat. Die Domestizierung hat eine psychologische Abhängigkeit geschaffen, die weit über das Materielle hinausgeht. Es ist die Tragik eines Geistes, der verlernt hat, Fragen zu stellen, die über den nächsten Tag hinausreichen. In Berlin sahen wir nicht nur das Versagen von Technik, sondern das Versagen der menschlichen Autonomie. Die Menschen verharren in einer Schockstarre, weil sie darauf warten, dass der „Besitzer“ – das System – das Problem löst, anstatt nachbarschaftliche Strukturen zu reaktivieren oder Verantwortung für das eigene Umfeld zu übernehmen.
Diese Entwicklung trifft das Herz der Familie am härtesten. Was bedeutet es für eine Mutter oder einen Vater, wenn sie feststellen müssen, dass sie jenseits der staatlichen Versorgung keine Sicherheit mehr für ihre Kinder garantieren können? Die programmierten Wahrheiten bieten in einer dunklen, kalten Wohnung keinen Trost und keine Wärme. Hier zeigt sich die nackte Realität der Hilflosigkeit. Die Resilienz ist erloschen, weil sie durch blinden Gehorsam gegenüber Doktrinen ersetzt wurde, die in der Stunde der Not wie Seifenblasen zerplatzen.
Es ist eine ernüchternde Beobachtung, dass die Menschen oft sogar ein Stockholm-Syndrom gegenüber jenen Strukturen entwickeln, die sie erst so verwundbar gemacht haben. Wir müssen uns fragen, wie wir diese menschliche Note der Selbstständigkeit wiederbeleben können, bevor die nächste Krise uns zeigt, dass wir abseits der Doktrinen tatsächlich mit leeren Händen dastehen. Wahre Antworten, die unseren Familien dienen, finden wir nur in der Rückkehr zur individuellen Verantwortung und in der Abkehr von der kollektiven Unmündigkeit.
Ich bete und wünsche mir im Namen des Lebens und unserer Ahnen, dass die starken Menschen es schaffen zusammenzukommen und dass die unerfahrenen von den starken lernen können.
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