Kraft für die KI: Rechenzentren für Künstliche Intelligenz brauchen viel...
Kraft für die KI: Rechenzentren für Künstliche Intelligenz brauchen viel Strom. Amerikanische Technologiekonzerne setzen dafür wieder auf Kern- und Gaskraftwerke.
In der Druckausgabe der FAZ erschien ein Bericht von Michael Spehr darüber, wie die amerikanischen Tech-Konzerne wegen des hohen Strombedarfs der KI stillgelegte Atomkraftwerke wieder in Betrieb nehmen und die Zukunftsstrategie der kleinen modularen Kernreaktoren (SMR) fahren. Die Zwischenlösung sind neue Gaskraftwerke. Der Autor kündigte ihn auf X an.
In seinem X-Post schreibt Spehr: "Der Bericht zeigt, dass Europa und Deutschland hinsichtlich der Weiterentwicklung der KI vollkommen abgehängt sind. Es gibt keine führenden KI-Konzerne, so gut wie keine KI-Patente, aber eine sehr rigide KI-Regulierung durch die EU. In vielen europäischen Ländern sind die Strompreise sehr hoch, und die deutschen gehören zu den höchsten der Welt. Die Klimaziele werden nicht infrage gestellt, was zu einer Verlagerung der CO2-intensiven Produktion führt. Stromverbrauch und Strompreis sind ein Indikator für den Wohlstand einer Nation. Je mehr Strom verbraucht wird und je geringer die Strompreise, desto besser geht es der Wirtschaft."
Zur Info: Deutschland hat 2023 im Energieeffizienzgesetz das Ziel verankert, den Energieverbrauch des Landes bis 2030 gegenüber 2008 um mehr als ein Viertel und bis 2045 um mindestens 45 % zu senken. Rechenzentren müssen ab 2027 zu 100 % Strom aus erneuerbaren Energien nutzen. Inzwischen wird allerdings wieder politisch diskutiert, das Gesetzt zu lockern.
Die deutsche Autoindustrie ist also bereits hin, ähnlich steht es um deutsche Chemiekonzerne. Man könnte meinen, wir schaffen es mit modernsten Technologien. Wohl nicht, meinen Experten sie Spehr. Gleichzeitig wird wie wild in die Rüstungsindustrie investiert. Und niemand sieht Parallelen zu vor ca. 100 Jahren. Im Ernst?
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