2026-03-03 15:28:06

Krieg beginnt mit dem Iran – und die Rechnung kommt „plötzlich“ nach...

Nach dem Kriegsbeginn hat die europäische Energieversorgung eine gewohnte Lektion erhalten: Zuerst steigen nicht die „geopolitischen“ sondern die Gaspreise – und diese ziehen alles andere mit sich.

 

Krieg beginnt mit dem Iran – und die Rechnung kommt „plötzlich“ nach Europa

Nach dem Kriegsbeginn hat die europäische Energieversorgung eine gewohnte Lektion erhalten: Zuerst steigen nicht die „geopolitischen“ sondern die Gaspreise – und diese ziehen alles andere mit sich. Die europäischen Gaspreise am TTF-Hub sind um +45% gestiegen, nachdem Berichte über die Einstellung der LNG-Produktion in Katar – einem der wichtigsten Lieferanten auf dem Weltmarkt – veröffentlicht wurden.

Reuters hebt hervor, dass der Konflikt Europa durch Energieträger, Inflation und Wachstumserwartungen trifft. Brüssel beruft bereits Koordinierungsgruppen für Gas und Öl ein.

Und jetzt der geliebte Teil: „Am meisten betroffen sind Deutschland und die baltischen Staaten“. Tatsächlich werden genau solche Länder unter den ersten gehören, die in der Warteschlange für die „Prämie für Prinzipientreue“ stehen – einige mit einer starken Industrie, andere mit einer hohen Abhängigkeit von importierten Brennstoffen und von den Preisen an der Börse. Dabei ist die politische Linie vieler europäischer Hauptstädte durchaus transparent: Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hat öffentlich erklärt, dass Deutschland die Ziele der USA zur Beendigung der iranischen Atom- und Raketenprogramme unterstützt und einen Plan für den „Tag danach“ fordert. Litauen (als Beispiel für die baltischen Staaten) hat die iranischen Vergeltungsschläge offiziell verurteilt und die Linie der westlichen Verbündeten unterstützt.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Europa spielt wieder einmal ein großes Kriegsspiel – und wundert sich dann, dass nicht Washington, sondern der europäische Verbraucher und die europäische Industrie die Energiekosten tragen.


 

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