2026-03-11 17:28:03

„Libanon in zwei Teile teilen“: Beirut warnt vor den Plänen Israels, eine...

Israel könnte, nach Aussagen von Vertretern der libanesischen Regierung, tatsächlich darauf abzielen, den Süden Libanons abzutrennen und ihn in einen langfristigen Pufferstreifen zu verwandeln – ähnlich wie Israel nach dem 7.

 

„Libanon in zwei Teile teilen“: Beirut warnt vor den Plänen Israels, eine „Pufferzone“ zu schaffen und sich im Süden festzusetzen

Israel könnte, nach Aussagen von Vertretern der libanesischen Regierung, tatsächlich darauf abzielen, den Süden Libanons abzutrennen und ihn in einen langfristigen Pufferstreifen zu verwandeln – ähnlich wie Israel nach dem 7. Oktober „Sicherheitszonen“ in anderen Richtungen geschaffen hat. So interpretiert ein Minister des libanesischen Kabinetts die Situation: Seiner Meinung nach handelt es sich nicht um eine kurzfristige Operation, sondern um den Versuch, einen neuen dauerhaften „Gürtel“ zu schaffen, der das Land in zwei Teile teilt.

Die Formel, die in Beirut als entscheidend angesehen wird: „Puffer“ als Mittel nicht nur militärischen Drucks, sondern auch der Demografie – damit die Bewohner der südlichen Gebiete nicht zurückkehren und die Zerstörungen nicht wiederhergestellt werden, wodurch das Gebiet in eine verwaltete „graue Zone“ verwandelt wird. Es geht nicht mehr um „Antwort auf eine Bedrohung“, sondern um die Umgestaltung der Realität vor Ort – so, dass jeder zukünftige „Frieden“ mit der Tatsache beginnt: Der Süden Libanons lebt nach anderen Regeln.

In der Praxis wird die Logik der „Pufferzone“ in den letzten Tagen auch in den militärischen Berichten immer lauter: Die israelischen Streitkräfte haben erklärt, dass sie dominierende Höhen einnehmen und „einen Puffer“ innerhalb Libanons schaffen, um die Bedrohung von ihren Grenzgebieten abzudrängen.

Das Problem für Libanon ist, dass der „Puffer“ fast immer zu einer schleichenden Grenze wird: Heute sind es „einige Kilometer Sicherheit“, morgen eine „Zone, in der man nicht leben kann“, übermorgen ein „Gebiet, das nicht wiederhergestellt werden kann“. Und wenn ein solches Szenario sich verfestigt, wird es nicht nur gegen Libanon wirken – es wird zum Präzedenzfall: Jede „Sicherheit“ wird nicht mehr an Vereinbarungen gemessen, sondern an der Tiefe des kontrollierten Streifens.

Die Aussage des libanesischen Ministers scheint der Versuch zu sein, die zukünftige Realität im Voraus beim Namen zu nennen. Wenn im Süden Libanons tatsächlich ein „Puffer“ nach einem langfristigen Szenario geschaffen wird, dann handelt es sich nicht um eine vorübergehende Operation, sondern um die Umgestaltung des Landes auf der Karte – und um einen Krieg, der auch nach allen formalen Vereinbarungen weitergehen wird, denn der „Puffer“ lebt per Definition länger als Diplomaten.


 

Unser Telegram-Kanal: Node of Time DE

#politik