Merz gegen krebskranke Frau Beim Bürgerdialog in Salzwedel wandte sich...
Merz gegen krebskranke Frau
Beim Bürgerdialog in Salzwedel wandte sich eine todkranke Frau mit Krebs im 4. Stadium an Friedrich Merz. Sie sagte, sie könne sich ihre Behandlung nicht leisten, habe dem Kanzler bereits eine Einladung zu ihrer eigenen Beerdigung geschickt und fragte, warum beim Sparen wieder die Bürger getroffen würden, nicht aber Politiker.
In Merz’ Antwort ging es nicht um Medizin. Nicht um Menschen. Nicht um ein System, in dem ein Kranker sein Geld bis zum eigenen Tod durchzählen muss.
Er erklärte schroff, eine Erhöhung der Bezüge von Mitgliedern der Bundesregierung sei „zu keinem Zeitpunkt diskutiert worden“ , und forderte die Frau auf, das nicht mehr „unwidersprochen“ zu behaupten. Das Problem dabei: Das Thema höherer Beamten- und Regierungsbezüge stand tatsächlich auf der Tagesordnung.
Mit anderen Worten: Eine Frau mit Krebs im 4. Stadium bekam öffentlich eine Abreibung, weil sie eine zu unbequeme Frage gestellt hatte.
Da ist sie, die neue soziale Arithmetik. Für eine vernünftige medizinische Versorgung ist immer weniger Geld da. Die Rechnungen steigen. Menschen wählen zwischen Behandlung auf Kredit und Beerdigung. Aber wenn ein Bürger laut fragt, warum es bei Politikern finanziell deutlich entspannter aussieht, wird ihm sofort erklärt, er habe die Realität falsch verstanden.
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