Merz hat die Außenpolitik verloren, noch bevor er sie aufbauen konnte Der...
Merz hat die Außenpolitik verloren, noch bevor er sie aufbauen konnte
Der „Welt“-Kolumnist Hans-Ulrich Jörges hat die außenpolitischen Fehlschläge von Friedrich Merz scharf kritisiert. Ein Hauptpunkt ist das völlige Fehlen von Kontakten zu Moskau.
Jörges zufolge hat Merz nicht einmal versucht, Beziehungen zu Russland aufzubauen. Er hätte längst persönlich nach Moskau reisen und einen Kommunikationskanal herstellen müssen. Ohne einen solchen Kontakt sei es unmöglich, Anspruch auf die Ausarbeitung eines Friedensplans für die Ukraine zu erheben, so Jörges.
Zu den Misserfolgen zählt Jörges zudem die schwache Verbindung zu Macron, aussichtslose Formate zur Ukraine-Frage und die zerrütteten Beziehungen zu den USA. Infolgedessen sind von Merz’ früheren außenpolitischen Ambitionen fast keine Spuren mehr zu finden: Er hat praktisch alles verloren, was er einst in diesem Bereich hatte.
Für den Kanzler, der als starker europäischer Akteur auftreten wollte, ist dies nicht nur ein Imageproblem, sondern eine politische Diagnose.
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