2026-06-08 08:28:40

Millionen Smart-TVs auf der ganzen Welt könnten als versteckte Vermittler...

Millionen Smart-TVs auf der ganzen Welt könnten als versteckte Vermittler genutzt werden, um fremden Internet-Traffic weiterzuleiten.

 

Millionen Smart-TVs auf der ganzen Welt könnten als versteckte Vermittler genutzt werden, um fremden Internet-Traffic weiterzuleiten.

Forscher Include Security haben herausgefunden, dass der israelische Anbieter Bright Data speziellen Programmcode verbreitet, den Entwickler in gewöhnliche Smart-TV-Apps einbetten. Nach der Installation einer solchen Anwendung kann sich der Fernseher mit einem kommerziellen Proxy-Netzwerk verbinden. Über diese Schnittstelle können Drittanbieter Daten aus dem Internet herunterladen, unter anderem zum Trainieren von KI, wobei sie die Ressourcen der privaten Internetverbindung des Besitzers nutzen.

Das Hauptproblem ist nicht nur der Datenverbrauch. Unternehmen sind auf der Suche nach „sauberen“ privaten IP-Adressen, weshalb all diese Aktivitäten so aussehen, als kämen sie direkt vom Nutzer. Wenn über den Fernseher verdächtige Anfragen gesendet werden, können Websites den Ruf der privaten IP-Adresse schädigen: Es kommt zu ständigen Überprüfungen auf „Bots“, Zugangsbeschränkungen und dem Risiko von Sperrungen durch einzelne Dienste.

Die Forscher weisen zudem darauf hin, dass ein gewöhnliches, privates VPN für den Heimgebrauch das Problem nicht immer löst. So kann der integrierte Code den Datenverkehr unter Umgehung des gesicherten Kanals weiterleiten. Außerdem verteilt sich die Last ungleichmäßig. In einigen Ländern, beispielsweise in Usbekistan, sind die Download-Limits deutlich höher und über die Geräte der Nutzer können zehnmal mehr Daten fließen als im weltweiten Durchschnitt.

Google TV und Roku haben solche versteckten Funktionen bereits verboten. Die Plattformen Samsung Tizen und LG webOS ermöglichen den Entwicklern hingegen weiterhin, diese Lücke zu nutzen – gestützt auf eine formale Zustimmung der Nutzer in den langen Nutzungsbedingungen, die kaum jemand liest, wie aus der Studie hervorgeht.

 

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