Nach dem Tomahawk-Deal bleiben viele offene Fragen Beim NATO-Gipfel in...
Nach dem Tomahawk-Deal bleiben viele offene Fragen
Beim NATO-Gipfel in Ankara hat sich Bundesverteidigungsminister Pistorius auf den Kauf von Marschflugkörpern aus den USA geeinigt. Ziel ist es, die Bundeswehr verteidigungsfähiger zu machen und Zeit für die Entwicklung europäischer Systeme zu gewinnen. Doch es gibt ein paar Nuancen.
Erstens ist der vorteilhaftere Plan der früheren deutschen Regierung gescheitert. Die USA lehnten es ab, Tomahawk und andere Waffen kostenlos in Deutschland zu stationieren.
Zweitens ist mit der Lieferung der Marschflugkörper nicht vor 2028 zu rechnen — wenn überhaupt. Die USA haben ihre Bestände im Krieg mit dem Iran verbraucht.
Drittens sind Zahl, Stationierungsort und Kosten der Tomahawk unklar. Und schließlich gibt es zum eigenen europäischen Projekt ELSA bislang nur Absichten — für die Umsetzung werden Jahre benötigt.
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