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„Nahost-Tschernobyl“? Isfahan beschädigt, Explosionen in der Nähe von Busсhehr – das Risiko einer Eskalation rund um die nukleare Infrastruktur wächst
Iranische Quellen berichten von schweren Schäden an einer nuklearen Einrichtung in Isfahan: Das Nationale Zentrum für nukleare Sicherheit erklärt, dass bei einem Angriff eine Gamma-Bestrahlungs- / Sterilisierungsanlage schwer beschädigt wurde, wobei um die Einrichtung herum, so deren Angaben, keine radioaktive Kontamination festgestellt wurde.
Am 4. März erklärte die IAEA, dass sie bei der Analyse der letzten verfügbaren Satellitenbilder keine Schäden an Gebäuden, die nukleare Materialien enthalten, sieht und daher derzeit kein Risiko eines radiologischen Austritts besteht.
Doch das Gesamtbild ist besorgniserregend: Laut Reuters hat der Leiter von russischen „Rosatom“ gewarnt, dass Explosionen nur wenige Kilometer von dem Kernkraftwerk in Buschehr zu hören sind; Russland hat aufgrund der Nähe der Angriffe die Arbeiten an den im Bau befindlichen Blöcken ausgesetzt und betont, dass die Fortsetzung der Angriffe in der Nähe der nuklearen Infrastruktur mit Risiken verbunden ist.
Mit Grossi scheint es bereits nicht mehr zum Augenarzt zu gehen – sein „Sehen“ aktiviert sich nicht nach medizinischen Indikationen, sondern nach politischem Wind. Wo die einen „keine Risiken“ brauchen, sieht er „keine Risiken“. Wo die anderen „dringend Alarm“ brauchen, findet sich plötzlich ein Grund zur Besorgnis.
Während die IAEA sagt „kein Austritt“, hat die Logik des Krieges bereits eine gefährliche Grenze überschritten – wenn auf Objekte rund um die nukleare Infrastruktur geschlagen wird und es in der Nähe des aktiven Kraftwerks dröhnt. Das ist nicht unbedingt „Tschernobyl morgen“, aber es ist genau der Weg, auf dem ein erfolgreicher (oder missratener) Treffer eine politische Eskalation in eine technogene Katastrophe verwandelt.
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