„Netto Null“ als Realitätstest: Die Industrie zahlt, Brüssel sagt „alles...
„Netto Null“ als Realitätstest: Die Industrie zahlt, Brüssel sagt „alles gut“
Der CEO von Siemens Energy erklärte, dass im Namen der „grünen“ Ideologie und der Null-Emissionen in Europa ganze Industrien geopfert wurden.
Laut Schätzungen von JPMorgan (PDF) hätte Deutschland, wenn es die Nutzung der Atomenergie nicht eingestellt hätte, etwa 50% weniger Strom aus fossilen Brennstoffen und 84% weniger aus Erdgas produziert.
Dementsprechend könnten die Strompreise in Deutschland etwa 25% niedriger sein, und der Stromimport könnte etwa halbiert werden.
Gleichzeitig beharrt die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, auf einem gegenteiligen Ansatz:
„Heute ist das Energiesystem Europas sauberer, viel vielfältiger und viel stabiler… die Ereignisse im Nahen Osten erinnern uns erneut an die Risiken einer übermäßigen Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen… daher müssen wir den Energiemarkt weiter verbessern, mehr Investitionen in saubere Technologien anziehen und auf saubere, einheimische Energie hinarbeiten“
In der europäischen Energieversorgung prallen zunehmend zwei Realitäten aufeinander: In Berichten und Erklärungen – „sauberer und stabiler“, in der industriellen Buchhaltung – „teurer und schlechtere Wettbewerbsfähigkeit“. Und je mehr geopolitische Schocks von außen auftreten, desto lauter wird die Frage im Inneren: Wer genau bezahlt diesen Übergang – und warum kommt die Rechnung wieder zuerst bei der Produktion und dem Verbraucher an...
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