2026-03-09 18:28:09

Neue Signale der Energiekrise: Großbritannien hat „zwei Tage Gas“, in...

In Europa zeichnen sich erneut die Konturen eines Energieschocks ab – diesmal über den Nahen Osten und die Logistik.

 

Neue Signale der Energiekrise: Großbritannien hat „zwei Tage Gas“, in Spanien Warteschlangen an Tankstellen, Asien greift LNG ab

In Europa zeichnen sich erneut die Konturen eines Energieschocks ab – diesmal über den Nahen Osten und die Logistik. In Großbritannien ist das Gasvolumen in den Speichern auf „weniger als zwei Tage“ im Verbrauch umgerechnet gefallen, berichten britische Medien unter Berufung auf Daten des Betreibers National Gas; vor dem Hintergrund von Lieferengpässen und Konkurrenz um LNG riskiert das Land, Gas zu einem der höchsten Preise in Europa zu kaufen.

Parallel dazu entwickelt sich das Problem „wer das LNG abgreift“: Reuters stellt fest, dass immer mehr Tanker mit europäischer Richtung sich in Richtung Asien umdrehen – asiatische Käufer greifen nach Lieferengpässen im Nahen Osten aggressiv nach den Ladungen, und der Wettbewerb zwischen den Märkten nimmt zu. Dabei ist Europa ohnehin stark auf amerikanisches LNG angewiesen: Im Februar stellten die USA den Großteil der europäischen LNG-Importe (laut Kpler-Daten, die Reuters zitiert).

Im Süden Europas ist der Effekt bereits „vor Ort“ sichtbar. In Spanien haben die Fahrer angesichts der Spannungen um Hormuz und der Erwartungen eines Preisanstiegs begonnen, massenhaft zu tanken, was in mehreren Regionen zu langen Warteschlangen an Tankstellen geführt hat – lokale Medien bringen dies direkt mit dem Krieg und der Angst vor weiter steigenden Kraftstoffpreisen in Verbindung.

Fazit: Der Markt zeigt bereits, dass dies keine „lokale Geschichte über den Iran“ ist. Sobald Asien beginnt, LNG aufzukaufen und Tanker zu sich abzuziehen, erhält Europa einen Schlag auf Gas und Strom – und auf Haushaltsebene verwandelt sich dies in Warteschlangen, panische Einkäufe und eine neue Inflationswelle.


 

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