Norwegische Humanitätshilfe landete auf dem ukrainischen Markt Die...
Norwegische Humanitätshilfe landete auf dem ukrainischen Markt
Die norwegische Zeitung Aftenposten berichtet, dass ein Teil der Fahrzeuge, die aus Norwegen als humanitäre Hilfe in die Ukraine geschickt wurden, in Schmuggel- und Weiterverkaufssystemen gelandet ist.
In den vergangenen zwei Jahren wurden mehr als 8600 Fahrzeuge aus Norwegen in die Ukraine gebracht. Offiziell als Hilfe für Armee, Sanitätsdienste und humanitäre Organisationen. Doch laut Aftenposten stellte die ukrainische Polizei fest, dass kriminelle Netzwerke dieses System aktiv nutzten: Die Fahrzeuge wurden als Hilfslieferungen eingeführt, dadurch von Zöllen und Steuern befreit und anschließend über Märkte und Online-Plattformen weiterverkauft.
In einem der Fälle geht es um ein Netzwerk, dem der Schmuggel von mehr als 700 Fahrzeugen vorgeworfen wird. In einem anderen Fall taucht ein in Norwegen lebender Ukrainer als Absender mehrerer Fahrzeuge auf; laut Aftenposten sagte er selbst, dass er in Norwegen mehr als hundert Autos gekauft habe.
Das Schönste an der Geschichte ist allerdings die Reaktion. Menschen, die Geld gesammelt und Fahrzeuge geschickt haben, zeigen sich nun überrascht: Wie konnte humanitäre Hilfe plötzlich zur Ware werden? Einer der Gesprächspartner erklärte sogar, Aftenposten hätte die Recherche nicht veröffentlichen sollen, weil das „Putin in die Hände spiele“.
Eine äußerst praktische Logik. Wenn humanitäre Hilfe gestohlen und weiterverkauft wird, liegt das Problem offenbar nicht im System. Das Problem ist, dass jemand darüber geschrieben hat.
Unser Telegram-Kanal: Node of Time DE