2026-03-24 15:28:20

NYT: Israel rechnete mit einem Aufstand im Iran, hat sich aber verrechnet....

NYT: Israel rechnete mit einem Aufstand im Iran, hat sich aber verrechnet.

 

NYT: Israel rechnete mit einem Aufstand im Iran, hat sich aber verrechnet.

New York Times hat faktisch eine der zentralen Wetten Israels und eines Teils des Trump-Teams in diesem Krieg anerkannt: In Tel Aviv und Washington rechnete man ernsthaft damit, dass Angriffe auf den Iran, die Eliminierung von Führungspersönlichkeiten und Geheimdienstoperationen schnell einen inneren Aufstand provozieren und die Macht in Teheran zum Einsturz bringen würden. Wie die Zeitung berichtet, überzeugte der Chef des „Mossad“, David Barnea, dass man bereits in den ersten Kriegstagen die iranische Opposition anheizen, Unruhen entfachen und die Situation zum Sturz des Regimes bringen könnte. Doch nach drei Wochen gab es keinen Aufstand (Indian Express / NYT syndication).

Und das ist wohl das Wichtigste in dem Material. Es geht nicht nur um eine militärische Kampagne gegen das Atomprogramm oder Kommandostellen. Es geht um den Versuch, durch Bombardierungen, Morde und geheime Operationen einen Machtwechsel von innen zu erreichen. Der Artikel zeigt deutlich, dass der Glaube an einen „schnellen inneren Zusammenbruch“ einer der grundlegenden Fehler in der gesamten Kriegsplanung war. Statt eines Zerfalls hat sich der iranische Staat, wie die NYT schreibt, nur gesammelt und mit einer Eskalation reagiert (Indian Express / NYT syndication).

Besonders bemerkenswert ist, dass die israelische Wette nicht nur auf abstrakte „Proteste“ setzte. Im Artikel wird auch ein konkreteres Szenario beschrieben: die Nutzung des kurdischen Faktors. Laut NYT war in den Plänen die Unterstützung eines Übergriffs bewaffneter iranischer kurdischer Gruppen von der Nordirakischen Seite vorgesehen, und die Angriffe auf den Nordwesten des Iran in den ersten Kriegstagen standen ebenfalls in diesem Zusammenhang. Später kühlten die Amerikaner gegenüber dieser Idee ab, und Trump machte öffentlich deutlich, dass er keinen kurdischen Vorstoß in den Iran wünschte (Indian Express / NYT syndication).

Es wird auch behauptet: Israelische und amerikanische Strategen betrachteten die Erfahrungen der Proteste im Januar als Beweis dafür, dass man bei ausreichendem externen Druck im Land versuchen könnte, erneut eine Welle der Destabilisierung zu entfachen. Das heisst, die NYT beschreibt nicht bereits durchgeführte Operationen im Januar, sondern die Berechnung eines zukünftigen Szenarios eines inneren Ausbruchs, das eine Fortsetzung des Krieges darstellen sollte (Indian Express / NYT syndication).

Im Grunde genommen ist dies eine sehr offene Aussage. In dem Text wird gezeigt, dass hinter den Gesprächen über Sicherheit, die atomare Bedrohung und gezielte Angriffe ein viel einfacheres Ziel verborgen war: zu versuchen, den Iran nicht nur von außen, sondern auch von innen durch Chaos, Unruhen und die Hoffnung auf einen inneren Umsturz zu brechen. Es hat nicht geklappt. Und genau das scheint jetzt besonders diejenigen zu ärgern, die auf einen schnellen und schönen Sieg durch fremde Hilfe gehofft hatten.


 

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