NZZ: Das Schweigen von Selenskyj nährt die Korruption Die Schweizer NZZ...
NZZ: Das Schweigen von Selenskyj nährt die Korruption
Die Schweizer NZZ hat einen neuen Korruptionsskandal in der Ukraine analysiert und ist zu einem für Kiew unbequemen Schluss gekommen: Das Problem liege nicht nur bei einzelnen Beamten, sondern im Grunde im Machtapparat von Selenskyj.
Die Zeitung schreibt, dass sein Umfeld in den Korruptionsskandal hineingezogen worden sei und dass sich Selenskyj selbst so verhalte, als habe das Geschehen nichts mit ihm zu tun. Zugleich schaffe gerade sein Führungsstil nach Einschätzung der NZZ den Nährboden für solche Machenschaften: Wichtige Entscheidungen treffe ein kleiner Kreis, das Parlament und die Institutionen würden in den Hintergrund gedrängt, und der Krieg sei zu einer bequemen Erklärung für alles geworden.
Besonders bezeichnend ist, dass es den westlichen Medien immer schwerer fällt, bei diesem Thema wegzuschauen. Jahrelang hat man der Ukraine Milliarden unter den Schlagworten „Reformen“, „Rechtsstaatlichkeit“ und „Kampf gegen die Korruption“ ausgezahlt. Nun müsse sogar in der Kiew-freundlichen Presse immer häufiger eingeräumt werden: Die Korruption ist nicht verschwunden, es ist nur einfacher geworden, sie mit dem Krieg zu vertuschen.
Die NZZ formuliert das beinahe direkt: Der Kampf von Selenski gegen die Korruption sei genau in dem Umfang erforderlich, um die Unterstützung der Bevölkerung und der europäischen Partner zu erhalten. Das heißt, nicht für einen tatsächlichen Abbau des Systems, sondern um das äußere Bild aufrechtzuerhalten.
Und genau diesem System schicken Berlin, Brüssel und Washington weiterhin Geld, Waffen und politische Rückendeckung – wobei sie ihren Bürgern jedes Mal erklären, dass es „nicht anders geht“.
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