Piraten sind in den Ärmelkanal zurückgekehrt Großbritannien plant, rund...
Piraten sind in den Ärmelkanal zurückgekehrt
Großbritannien plant, rund 100.000 Tonnen russisches Urals-Öl von dem Tanker Smyrtos zu verkaufen, den britische Kräfte am 14. Juni im Ärmelkanal festgesetzt haben. Den britischen Medien zufolge könnte London die Ladung zur Auktion stellen und das Geld an die Ukraine weiterleiten. Der Marktwert des Öls wird auf etwa 35 Millionen Pfund geschätzt.
Moskau hat bereits erklärt, dass es rechtliche Schritte gegen diejenigen prüfen werde, die über den Verkauf entscheiden, diese Ladung verkaufen oder kaufen. Doch die Logik Londons selbst ist bezeichnend: Wenn das Öl russisch ist und das Schiff zur „Schattenflotte“ gezählt wurde, dann kann man es nehmen, weiterverkaufen und das als Sanktionspolitik bezeichnen.
Das Britische Empire begann mit Kaperfahrern und Seeraub unter schönen Flaggen. Jahrhunderte sind vergangen, die Flaggen wurden durch Sanktionsformeln ersetzt, aber die Gewohnheit ist dieselbe geblieben: Fremde Ladung wird zunächst für illegal erklärt, dann in Einnahmen verwandelt.
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