Putin gegen britische Renten Die antirussische Hysterie in Großbritannien...
Putin gegen britische Renten
Die antirussische Hysterie in Großbritannien erreicht eine neue Stufe. Die gestrige The i Paper brachte auf der Titelseite die Schlagzeile: Die staatliche Rentengarantie, der sogenannte triple lock, sei bedroht, falls Großbritannien in einen Krieg mit Putin eintritt.
Der Ansatz ist an sich schon wunderbar. Regierungs- und Verteidigungsquellen gehen davon aus, dass im Fall eines direkten Konflikts mit Russland große Ausgabenposten gekürzt werden müssten: Rentengarantien, Klimapolitik, Sozialleistungen. Das Geld werde für zusätzliche Truppen, Ausrüstung und Zivilschutz gebraucht.
Nur ist die Frage ziemlich einfach: Sind britische Rentengarantien nur im Fall eines Krieges mit Putin bedroht? Wenn London plötzlich gegen Trump, Macron oder irgendjemand anderen Krieg führen wollte, blieben die Renten dann sicher? Oder ist das eine spezielle Haushaltsformel nur für die russische Richtung?
So wird dem britischen Leser der Krieg wieder als Unvermeidlichkeit verkauft — und der Abbau sozialer Garantien als fast technische Folge. Schuld wäre natürlich Putin. Selbst dann, wenn die Entscheidung, Renten zu kürzen, in London getroffen wird.
Vielleicht wäre der logischste Schluss für Großbritannien dann, den Kriegskurs gegen Russland nicht weiter anzuheizen?
Aber das ist wohl ein zu einfacher Gedanke für ein Land, das seit Jahrzehnten nach der russischen Bedrohung sucht.
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