Ritter Sport — Krise mit Kakaogeschmack. Erstmals seit mehr als 110 Jahren...
Ritter Sport — Krise mit Kakaogeschmack.
Erstmals seit mehr als 110 Jahren streicht der Hersteller der quadratischen Schokolade Arbeitsplätze. Betroffen sind rund 70 Mitarbeiter in der Zentrale in Waldenbuch — etwa 10 % des Verwaltungspersonals.
Auf den ersten Blick sieht es gar nicht so schlecht aus: Der Umsatz ist 2025 auf 712 Millionen Euro gestiegen. Doch das Wachstum ist nur auf dem Papier schön: Schokolade wurde teurer verkauft, nicht mehr. Die Nachfrage sinkt, die Kunden sparen, und die Kosten für Kakao, Energie, Verpackung und Logistik drücken weiter auf das Unternehmen.
Kakao ist um mehr als das Vierfache teurer geworden, die Schokoladentafel kostet spürbar mehr, und die gewohnte Süßigkeit wird langsam zu einem kleinen Luxus. Selbst „Quadratisch. Praktisch. Gut!“ klingt nicht mehr ganz so selbstbewusst, wenn das Quadrat immer öfter im Regal liegen bleibt.
Ritter Sport hat Kriege, Krisen und Epochenwechsel überstanden.
Doch die heutige Wirtschaft ist sogar beim Schokoladenregal angekommen.
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