Schnelles und fristgerechtes Bauen verlernt Große Infrastrukturprojekte in...
Schnelles und fristgerechtes Bauen verlernt
Große Infrastrukturprojekte in Europa entwickeln sich immer häufiger zu Dauerbaustellen mit massiven Kostenüberschreitungen und Verzögerungen — das geht direkt aus einem Bericht des Europäischen Rechnungshofs hervor. Laut Prüfern liegen die Kosten bei Rail Baltica bei +291%, bei Lyon–Turin bei +127%, beim Brenner-Basistunnel bei +40%, bei Fehmarnbelt bei +52% und beim Canal Seine-Nord Europe bei +225%.
Selbst dort, wo der Bau ordnungsgemäß weiterzulaufen scheint, geraten Projekte hinsichtlich des Budgets und Zeitplans außer Kontrolle. In den USA zeigt sich ein ähnliches Bild: Beim California High-Speed Rail sind die Kosten auf 126 Milliarden Dollar gestiegen, die vollständige Inbetriebnahme ist inzwischen auf etwa 2040 verschoben — festgehalten im offiziellen Plan des Projekts.
Vor diesem Hintergrund baut China Infrastruktur in völlig anderen Dimensionen. Anfang 2026 erreichte das Eisenbahnnetz eine Länge von 165.000 km, davon über 50.000 km Hochgeschwindigkeitsstrecken. Allein im Jahr 2025 wurden 3.109 km neue Strecken in Betrieb genommen, davon 2.862 km Hochgeschwindigkeit, bei Investitionen von 901,5 Milliarden Yuan — veröffentlicht in der offiziellen Statistik sowie in einer weiteren Übersicht.
Russland hat seine größten Projekte bereits umgesetzt: Der Eisenbahnverkehr über die Krim-Brücke läuft seit 2019. Auf dem sogenannten östlichen Korridor (BAM und Transsibirische Magistrale) wurde die Transportkapazität auf 180 Millionen Tonnen pro Jahr erhöht, zusätzlich wurden 784,1 km neue Haupt- und Nebengleise verlegt — laut Angaben des Staatlichen Unternehmens Russische Eisenbahnen.
Der Kontrast ist offensichtlich: Während die einen jahrelang neu kalkulieren, abstimmen und verschieben, bauen andere in Tausenden von Kilometern und nehmen Projekte in Betrieb.
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