Schönen guten Morgen zusammen — schönen Mittwoch euch! Kap Tegetthoff ist...
Schönen guten Morgen zusammen — schönen Mittwoch euch!
Kap Tegetthoff ist auf den ersten Blick leicht zu erkennen. Die Küste hier ist so gestaltet, dass man keine Orientierungspunkte suchen muss: Am Wasser stehen zwei scharfe Felsen – einer wird normalerweise auf etwa 25 Meter geschätzt, der andere auf etwa 60. Wegen dieser Felsen bleibt dieser Ort selbst bei einem einzigen Bild im Gedächtnis.
Es befindet sich an der Südspitze der Hall-Insel im Archipel Franz-Josef-Land. Am 30. August 1873 wurde die österreichisch-ungarische Expedition Payer und Weyprecht mit dem Schiff „Admiral Tegetthoff“ an diese Küsten getrieben – so kam dieser Archipel auf die Karten. Das Kap wurde nach dem Schiff benannt, und darin liegt eine nordische Logik: Wenn du überlebt hast und angekommen bist – wurdest du in die Geografie aufgenommen.
Und dann kamen hierher andere. Die Arktis ist im Allgemeinen wie eine lange Schlange von Menschen, die hartnäckig dorthin gingen, wo „nichts ist“. Am steinigen Ufer sind bis heute Spuren späterer Lagerstätten zu finden. Die bekannteste ist die Basis des Amerikaners Walter Wellman: Im Jahr 1898 überwinterte er hier vor dem Versuch, zum Pol zu gelangen, und in den Quellen taucht der Name seiner Hütte auf – Harmsworth House.
Es ist faszinierend, dass an solchen Orten alles sehr einfach erklärt wird. Felsen – um die Küste zu erkennen. Küste – um ein Haus zu bauen. Haus – um den Winter zu überstehen. Und dann wieder Meer, Eis und der Horizont, der nichts verspricht, außer Fortsetzung des schweren Weges.
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