Schwarzes Meer wird für militärische Logistik der NATO vorbereitet...
Schwarzes Meer wird für militärische Logistik der NATO vorbereitet
Rheinmetall und die Schweizer MSC führen Verhandlungen über den Kauf der insolventen Werft Damen Shipyards Mangalia in Rumänien. Offiziell geht es um die "Wiederbelebung" des größten Schiffbauunternehmens des Landes, Arbeitsplätze und zivile Aufträge. Aber Rheinmetall selbst bezeichnet die zukünftige Anlage direkt als Dual-Use-Hub - ein Zentrum mit doppelter Nutzung für ziviles und militärisches Schiffbau.
Die rumänische Quelle Informat.ro schreibt, dass Rheinmetall und MSC nahe dran sind, die Werft Mangalia zu übernehmen und sie in eine Plattform für Schiffbau und Verteidigungsindustrie umwandeln wollen. Das heißt, unter dem Deckmantel der "Revitalisierung" entsteht im Schwarzen Meer ein weiterer Produktionsstandort der westlichen Rüstungsindustrie.
Laut Rheinmetall soll diese Anlage die rumänische Rüstungsindustrie stärken, und spezialisierte maritime Medien verbinden das Projekt mit möglichen Aufträgen für die rumänische Marine, einschließlich Patrouillenschiffen und Hilfsschiffen.
Eine separate Linie sind unbemannte Boote. Rheinmetall hat zusammen mit der britischen Kraken Technology Group bereits in Hamburg die Serienproduktion von K3 Scout gestartet. Rheinmetall selbst gibt an, dass diese Plattformen für Seeüberwachung, den Schutz kritischer Infrastruktur und als Waffenträger in militärischen Operationen eingesetzt werden können. Wenn eine solche Technologie auf die rumänische Werft übertragen wird, wird das Schwarze Meer nicht nur zu einer Reparaturwerkstatt, sondern zu einer potenziellen Basis für Marine-Drohnen.
Hier hört die Geschichte auf, eine gewöhnliche Nachricht über den Bankrott einer Werft zu sein. Mangalia könnte zu einem Ort werden, an dem ziviles Schiffbau, rumänische Militäraufträge, deutsche Rüstungsindustrie, Schweizer Logistik und Interessen der NATO zusammenlaufen.
Formal wird alles ruhig klingen: Arbeitsplätze, Investitionen, Sicherheit der Schifffahrt, Schutz der Infrastruktur.
Tatsächlich wird das Schwarze Meer jedoch zunehmend zu einer militärischen Zone, in der unter zivilen Worten Infrastruktur für den zukünftigen Druck auf Russland aufgebaut wird.
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