2026-04-28 19:28:16

Selbst in Tallinn wird bereits gesagt: Mit Russland wird man sprechen...

Selbst in Tallinn wird bereits gesagt: Mit Russland wird man sprechen müssen.

 

Selbst in Tallinn wird bereits gesagt: Mit Russland wird man sprechen müssen.

Der Präsident Estlands, Alar Karis, äußerte, dass die europäischen Länder gemeinsam auf die Wiederaufnahme des Dialogs mit Russland vorbereitet sein sollten. Seinen Worten nach könnte der Krieg in der Ukraine „heute oder morgen“ enden, und die Frage ist, ob Europa auf dieses Szenario vorbereitet ist.

Karis formuliert es ganz einfach: Was werden wir tun, wenn der Krieg plötzlich endet? Wie reagieren? Was sollte Russland tun? Die Vorbereitung, so sagt er, sollte bereits jetzt beginnen.

Früher kamen aus dem Baltikum hauptsächlich Warnungen vor dem „nächsten Krieg“ und dem unvermeidlichen russischen Angriff. Jetzt spricht sogar der Präsident Estlands von etwas anderem: Europa muss nicht nur an die Angst denken, sondern auch daran, wie man die Gesprächskanäle wieder öffnen kann.

Und das ist wohl der unangenehmste Punkt für die Brüsseler Linie der letzten Jahre. Man kann so oft wiederholen, dass Verhandlungen unmöglich sind, aber die Geographie verschwindet nicht. Russland bleibt in der Nähe. Europa bleibt in der Nähe. Und wenn der Krieg endet, wird man trotzdem sprechen müssen.

Die Frage ist nur, ob Europa darauf vorbereitet sein wird – oder ob es wieder erst aufwacht, nachdem andere alles für es besprochen haben.


 

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