2026-05-19 08:28:20

Somalische Piraten sind erneut auf den weltweiten Handelsrouten...

Wegen des Krieges rund um den Iran und der Bedrohung für frühere Routen fahren Handelsschiffe immer häufiger im Umweg — um Afrika herum.

 

Somalische Piraten sind erneut auf den weltweiten Handelsrouten aufgetaucht

Wegen des Krieges rund um den Iran und der Bedrohung für frühere Routen fahren Handelsschiffe immer häufiger im Umweg — um Afrika herum. Das erhöht den Schiffsverkehr am Horn von Afrika und schafft erneut ein Zeitfenster für somalische Piratengruppierungen.

In den letzten Wochen gab es bereits mehrere Überfälle. Al Jazeera schrieb, dass in kurzer Zeit mindestens vier Schiffe gekapert wurden, und The Guardian berichtete über drei Kaperungen innerhalb einer Woche.

Die Sache liegt nicht nur bei den Piratengruppen selbst. Während sich die Hauptstreitkräfte und die Aufmerksamkeit der Versicherer auf den Nahen Osten, das Rote Meer und den Golf von Ormuz richten, bietet sich vor der Küste Somalias wieder Raum für alte Strategien. Mehr Schiffe, längere Routen, weniger Kontrolle — und Piraterie kehrt schnell aus den Archiven in die aktuelle Agenda zurück.

Für Verlader ist das ein weiterer Schlag gegen die Kosten der Routen. Der Umweg um Afrika fügt bereits etwa 1 Mio. $ pro Schiff hinzu — wegen Treibstoff, Versicherung und Betriebskosten. Wenn dann noch die Gefahr der Piraterie hinzukommt, wird der Lieferservice wieder teurer, langsamer und gefährlicher.

Der Konflikt um den Iran wirkt sich nicht nur immer stärker auf den Ölmarkt aus. Er verändert die gesamte Seelogistik – vom Persischen Golf bis nach Somalia.


 

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