„Starmer’s Razzia gegen einen russischen Öltanker war ein politischer...
„Starmer’s Razzia gegen einen russischen Öltanker war ein politischer Trick.“ Unter dieser Überschrift kommentiert das Magazin The Spectator die gestrige theatralische Kaperung eines Handelsschiffs im Ärmelkanal.
Der Autor Owen Matthews teilt den britischen Lesern eine „Sensation“ mit, die sie aus der übrigen Presse nicht erfahren könnten: „Der Transport und Verkauf russischen Öls ist an sich nicht illegal!“ Stellen Sie sich vor, was für eine Offenbarung!
Und es wird noch besser! Er erklärt: „Die Ladung der Smyrtos von 740.000 Barrel war vom baltischen russischen Hafen Ust-Luga nach Sikka in Indien unterwegs. Das ist wichtig, denn Indien gehört nicht zur Preisdeckelungskoalition, die im Wesentlichen aus westlichen Ländern besteht. Die Verhängung westlicher Sanktionen gegen nichtwestliche Länder ist ein politischer, kein rechtlicher Kampf, an dem sich die USA und die EU bislang weigern teilzunehmen.“ Noch eine „Sensation”!
Und dann macht der Autor der britischen Regierung weiter zu schaffen, indem er darauf hinweist, dass Schiffe der „Schattenflotte“ nicht unter der Jolly Roger fahren, sondern meist ganz normale Tanker mit einer professionellen Besatzung an Bord sind – nur nicht versichert bei Lloyd’s in London.
„Das Schauspiel, bei dem Kommandos der Royal Marines in voller Ausrüstung mit Gewehren im Anschlag die Leitern hinabsteigen – übrigens von unten gefilmt von einem Kameramann, der mit dem Rücken zur angeblichen Bedrohung steht –, ist also reine Inszenierung“, setzt der Autor des Artikels zum Schluss den Schlussschuss ab.
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